Schulden machen – (k)ein Problem?! – Schuldenprävention in der Arbeit mit jungen Menschen
Insbesondere für junge Menschen ist der Weg in die Überschuldung so verführerisch und bequem wie nie. Personalisierte Werbung suggerieren in Dauerbeschallung die Notwendigkeit unzähliger neuer Produkte, die Glück und Ansehen versprechen. Die ständig griffbereite Shopping-App und aufschiebbare Zahlung durch „buy now pay later“ räumen die letzten Hürden zum „Konsumglück“ aus dem Weg, der bisweilen in der Überschuldung endet. Wege zu kennen, um Überschuldung vorzubeugen, mit den Folgen wie Kontopfändung umzugehen und wieder mit ausgeglichenen Finanzen zu leben, ist für die Betroffenen und ihre Wegbegleiter*innen unverzichtbar.
Seminarziele
Im Online-Seminar werden unter anderem folgende Fragestellungen beantwortet:
- Warum geraten (junge) Menschen in die sogenannte Schuldenfalle?
- Wie kann ein verantwortungsbewusster Umgang mit Geld und Konsum vermittelt werden?
- Was kann getan werden, wenn die Teilnehmer*innen bereits in die Schuldenfalle geraten sind?
Seminarinhalte
- Auslöser, Ursachen und Folgen von Überschuldung
- Ansätze für die Präventionsarbeit mit (jungen) Menschen
- Arbeitsweise der sozialen Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen
- Erste-Hilfe-Maßnahmen bei problematischen Verschuldungssituationen
Methoden
Fachliche Inputs, Kleingruppenarbeit, Arbeit an konkreten Beispielen, umfangreiches Arbeitsmaterial
Trainer*in
Sebastian Rothe, Fachberater für Schuldenprävention
Der Sozialpädagoge (M.A.) arbeitet seit 2018 als Fachberater für Schuldenprävention für die Fachberatungsstelle für Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen und Schuldenprävention des LIGA der freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V.
Zielgruppe
Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Behördenmitarbeiter*innen und weitere interessierte Fachkräfte
Das Seminar findet in Kooperation mit der Fachberatungsstelle für Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen und Schuldenprävention des LIGA der freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V. statt.
Argumentationstraining gegen diskriminierende Äußerungen
„Das sind doch eh alles nur Wirtschaftsflüchtlinge, die sich hier ein schönes Leben machen wollen.“
Wie gehe ich mit tatsachenwidrigen Behauptungen und diskriminierenden Parolen um, wenn mein Gegenüber Argumente vielleicht gar nicht hören will? Wie entlarve ich Widersprüchlichkeiten, unlauteres Argumentieren und Befindlichkeiten, die möglicherweise hinter diesen Parolen stehen? Warum ist eine Entgegnung – auch der sympathischen Person gegenüber – so wichtig und welchen „Kniff“ gibt es, damit mir die beste Erwiderung nicht erst abends beim Schlafen gehen einfällt?
Seminarziele
In einem Argumentationstraining bieten wir Pädagog*innen eine Auseinandersetzung mit dieser Problematik an. Im Workshop erarbeiten wir anhand von Beispielsituationen aus Ihrem konkreten Arbeitsalltag, was möglicherweise hinter diskriminierenden Äußerungen stehen kann und wie sinnvolle Entgegnungen aussehen können. Wir diskutieren, wann eindeutiger Widerspruch unumgänglich ist, wo eine inhaltliche Debatte Sinn machen kann und wann Grenzen des Argumentierens erreicht sind. Mit Informationen, Rollenspielen und Auswertungen zu Argumentationsstrategien werden Sie für die Auseinandersetzung mit diskriminierenden Äußerungen gestärkt.
- erkennen diskriminierende Äußerungen (auch als Teil ihres Arbeitssettings und Alltags)
- reflektieren über Bedeutung und Notwendigkeit von Entgegnungen und finden ein bzw. bestärken Ihr Standing
- lernen diskriminierende Situationen zu analysieren und erkennen relevante Aspekte für die Strategieauswahl
- lernen Argumentationstechniken kennen und können Reaktionsstrategien diskutieren
- entwickeln, erproben und bewerten eigene Argumentations- und Reaktionsstrategien
Seminarinhalte
- Kennzeichen von diskriminierenden Äußerungen
- Schwierigkeiten im Umgang mit diesen
- Argumentationsstrategien und Reaktionsmöglichkeiten
- Ausprobieren am Beispiel von Situationen aus dem eigenen Berufsalltag
Methoden
Gruppenarbeit in verschiedenen Formaten, Kurz-Input, angeleitetes Rollenspiel, moderierte Diskussion zur Reflexion und Ergebnissicherung, Feedbackmethoden
Trainer*in
Henrieke Rüße, DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.
Zielgruppe
Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen, Ausbildungsbegleiter*innen, Case Manager*innen, Intergrationsbegleiter*innen, Fallmanager*innen und weitere interessierte Pädagog*innen ausschließlich aus Thüringen