Der akzeptierende Ansatz in der Arbeit mit Drogen konsumierenden jungen Menschen

Der Umgang mit illegalen Drogen und Drogenkonsument*innen schwankt zwischen zwei Extremen: Überreaktion und Wegschauen. Die eigene Unwissenheit sowie verzerrte Informationen aus den Medien sorgen für Verwirrung und Ohnmacht, wenn über die „bunte Palette“ von Rauschsubstanzen gesprochen wird.

Gerade junge Menschen sammeln vielfältige Erfahrungen mit unterschiedlichen Drogen; die Experimentierfreude liegt weit höher als im Erwachsenenalter. Nicht bei allen, die Drogen probieren, führt der Konsum zwangsläufig zu Missbrauch und Abhängigkeit.

Seminarziele

Sie stellen sich viele Fragen: Wie wirkt „Gras“ und was ist eigentlich „Koks“? Was ist ein „Ticket“? Macht Ecstasy süchtig? Welche Notfallhilfe braucht ein „Horrortrip-Fahrer“? Warum greifen immer mehr Menschen zu Crystal Meth? Was stellt das Betäubungsmittelgesetz unter Strafe? Kann ich Drogenkonsum akzeptieren? Abseits von Dramatisierung und Panikmache werden im Seminar sachliche Informationen zum Gebrauch vorrangig illegaler Drogen, zu Wirkungen, Risiken und rechtlichen Aspekten vermittelt.

Seminarinhalte

  • Drogenmissbrauch als gesamtgesellschaftliches Problem
  • Motive für jugendlichen Drogenkonsum
  • Wirkungen, Nebenwirkungen, Risiken, rechtliche Aspekte zu chemischen und pflanzlichen Drogen
  • Akzeptierender Ansatz im Umgang mit Drogenkonsument*innen
  • Verhalten aus pädagogischer Sicht und Entwicklung von Handlungsstrategien
  • Gesprächsführung: Leitfaden für Ihre Praxis

Methoden

Inhaltliche Inputs mit Medieneinsatz, Einzel- und Kleingruppenarbeit, Diskussion, Analyse von Filmszenen, Praxistransfer, Zusendung der PPP-Präsentation nach dem Seminar

Trainer*in

Kathrin Schuchardt

Kathrin Schuchardt ist studierte Diplomlehrerin für Deutsch und Geschichte und praktizierende Sozialpädagog*in. Ihr Erfahrungsbereich erschließt sich über Stationäre Jugendhilfe, Offene Jugendarbeit/Streetwork, Demokratiebildung, Konfliktmanagement/Mediation sowie Antigewalt- und Kompetenztrainings (AKT®). Die Teilnehmer*innen mit ihren vielfältigen Erfahrungshorizonten sind die „Expert*innen“ und stehen im Mittelpunkt des Seminars.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen, Ausbildungsbegleiter*innen, Case Manager*innen, Intergrationsbegleiter*innen, Fallmanager*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Tiere als Kontaktbrücke – Möglichkeiten tiergestützter Interventionen bei jungen Menschen

Die positive und gesundheitsfördernde Wirkung von Tieren ist unumstritten. Tiere bauen Kontaktbrücken dort, wo zwischenmenschliche Beziehungen oft problematisch geworden sind. Auch in Krisensituationen mit hohen Erregungszuständen können Tiere beruhigend, ausgleichend und stabilisierend wirken. Tiere schenken Zuneigung und Wärme, ohne Bedingungen zu stellen. Sie sind wertneutral und nehmen (junge) Menschen „so an, wie sie sind“, sie urteilen und kritisieren nicht.

Junge Menschen werden oft allein durch die Anwesenheit eines Tieres aus der Isolation befreit. Die Tiere sind dabei „Eisbrecher“ oder „Türöffner“. Sozio-emotionale Kompetenzen wie Empathie, Bindung und Selbstwertstärkung können durch Tierkontakte maßgeblich beeinflusst werden. Obwohl traumatisierte, sozial benachteiligte und seelisch kranke Menschen oft enttäuscht wurden, bauen sie leicht Beziehungen zu Tieren auf und lernen mit Hilfe der Tiere, besser mit anderen Menschen zu kommunizieren.

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie erste Einblicke in die tiergestützte Intervention für verschiedene pädagogische Berufsfelder. Sie diskutieren Möglichkeiten des Einsatzes von Tieren und ihre Wirkung im Praxisfeld Jugendhilfe und Schulsozialarbeit. Sie erleben anhand von Fallbeispielen sowie Projektvorstellungen, wie Tiere den Lehr- und Lernprozess von (jungen) Menschen maßgeblich beeinflussen können. Sie erfahren und erarbeiten, wie Tiere positiv begleiten, Gruppenprozesse steuern und in Krisensituationen deeskalierend wirken können.

Seminarinhalte

  • Grundlagen tiergestützter Interventionen
  • Begriffsklärung
  • Tiergestützte Pädagogik/Förderung sowie tiergestützte Therapie
  • Einüben tiergestützter Kurzsettings
  • Förderung verbaler und nonverbaler Kommunikation
  • Verantwortungsbewusstsein stärken
  • Helfen und unterstützen beim Aufbau von sozialen Kontakten
  • Wohlbefinden und Selbstvertrauen steigern
  • Soziale Kompetenzen fördern
  • Lernförderung durch Tiere

Methoden

Grundlagenvermittlung, Visualisierung, Projektvorstellung, Gruppendynamik, Videoanalyse, Diskussion, Filmvorstellung tiergestützte Interventionen, Gruppenarbeiten, theoretische und praktische Reflexion, Vorstellung TSV Die Seelentröster-Tiere helfen Menschen e.V., Fallbesprechung

Trainer*in

Sabine Eck

Die Erziehungswissenschaftlerin, Soziologin (M. A.) ist Fachkraft für tiergestützte Pädagogik, Therapie und Beratung. 13 Jahre arbeitete sie in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung als Projektleiterin des „Husky-Projektes Thüringen“. Tiere begleiten sie auch heute in ihrer täglichen Arbeit als Erziehungsbeistand und sozialpädagogische Familienhilfe. Die Tiere stärken und fördern die Ressourcen ihrer Klient*innen. Ihre Hunde sind Seelentröster und schärfste Kritiker zugleich. Zudem ist die Trainerin als pädagogische Organisationsberaterin, Tierschutzlehrerin und Dozentin in der Aus- und Weiterbildung tätig und leitet den Verein „TSV Die Seelentröster – Tiere helfen Menschen e.V.“ sowie den kleinen Lebens- und Begegnungshof „Hof Lana – Ort der seelenheilenden Begegnung zwischen Mensch und Tier“.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Schulsozialpädagog*innen, Erzieher*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Hunde sind herzlich willkommen. Bitte teilen Sie bei Ihrer Anmeldung mit, ob Sie einen Hund mitbringen, welche Rasse und ob er/sie verträglich mit Artgenossen ist. Bitte ziehen Sie wetter- und zweckentsprechende Kleidung an, da Sie mit Tieren und im Außenbereich arbeiten.

Gewaltfreie Kommunikation als Basis für ein wirksames Miteinander im Beruf

Einen großen Teil unseres Lebens verbringen wir an einem Arbeitsplatz im Kontakt mit anderen Menschen. Der persönliche „Wohlfühl-Faktor“ am Arbeitsplatz hängt sehr stark von der eigenen Kompetenz ab, Beziehungen knüpfen, gestalten und sie im Bedarfsfalle auch in Stress oder Krisensituation beeinflussen zu können.

Die Gewaltfreie Kommunikation (GFK) ist ein Konzept, das von Marshall B. Rosenberg entwickelt wurde. Es ermöglicht Menschen auf drei Ebenen einen besseren Kommunikationsfluss zu erzielen: a) Sie trägt zu mehr Klarheit auf der Verständnisebene bei, b) sie führt zu mehr Gelassenheit auf der emotionalen Ebene und c) ermöglicht wirksamere Lösungen auf der Ergebnisebene.

GfK kann sowohl beim Kommunizieren im Beruf, als auch beim friedlichen Lösen von Konflikten im persönlichen oder politischen Bereich hilfreich sein. Sie versteht sich nicht als Technik, die andere Menschen zu einem bestimmten Handeln bewegen soll, sondern als Grundhaltung, bei der eine wertschätzende Beziehung im Vordergrund steht.

Seminarziele

In einem lebendigen Wechsel zwischen Theorie und Praxis lernen Sie die Gewaltfreie Kommunikation situationsbedingt anzuwenden. Sie lernen einen praktikablen Prozess kennen, der Sie unterstützt, Ihre Wünsche, Ziele und Absichten deutlicher auszudrücken. Sie erfahren wie Sie Konflikte ansprechen können, ohne Ihr Anliegen aufzugeben und dabei die Verbindung zu Ihren Gesprächspartner*innen zu halten. Sie nehmen Forderungen, Vorwürfe und Kritik nicht mehr persönlich, sondern erkennen die Motive des Gegenübers. Sie erkennen, wie Sie Verhaltensmuster wie „Angriff“ oder „Rückzug“ durchbrechen können. Sie üben, wie Sie Dankbarkeit und Wertschätzung ausdrücken können ohne zu loben. Sie starten einen ermutigenden „inneren Dialog“. Sie lernen sich selbst besser kennen und können Selbstkritik und Selbstzweifel als einen „Streich“ Ihrer Kommunikationsgewohnheiten erkennen.

Seminarinhalte

Mit der Einführung in die „Gewaltfreie Kommunikation“

  • lernen Sie einen praktikablen Prozess kennen, der Sie unterstützt, Ihre Wünsche, Ziele und Absichten deutlicher auszudrücken
  • erfahren Sie, wie Sie Konflikte ansprechen können, ohne Ihr Anliegen aufzugeben und dabei die Verbindung zu Ihren Gesprächspartner*innen zu halten
  • nehmen Sie Forderungen, Vorwürfe und Kritik nicht mehr persönlich
  • können Sie Ihre Dankbarkeit und Wertschätzung ausdrücken, ohne zu loben
  • beginnen Sie, einen ermutigenden „inneren Dialog“ zu führen und alte hinderliche Verhaltensmuster zu durchbrechen
  • erkennen Sie, dass Selbstkritik und Selbstzweifel ein hinderlicher „Streich“ Ihrer Kommunikationsgewohnheiten sind
  • erhalten Sie einen Einblick in die „innere Haltung“ der GfK – denn erst diese macht aus dem Kommunikations-Werkzeug eine veränderte Lebensanschauung

Methoden

Kombination von Grundlagenvermittlung, neuen Erfahrungen und Übungen, Förderung von eigenbestimmtem, freudvollen Lernen, Lernen in entspannter Atmosphäre

Trainer*in

Anja Palitza und Olaf Hartke

Anja Palitza ist MA in Erziehungswissenschaften und Psychologie, Familienberaterin, Trainerin für Gewaltfreie Kommunikation. Olaf Hartke ist selbstständiger Trainer für die Themen Mitarbeiterführung und Kommunikation.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen, Ausbildungsbegleiter*innen, Case Manager*innen, Intergrationsbegleiter*innen, Fallmanager*innen und weitere interessierte Pädagog*innen