Übergänge für Careleaver gut begleiten: Rechtliche Grundlagen der Hilfen für junge Volljährige nach SGB VIII sowie Schnittstellen zu anderen Leistungssystemen

Durch das Kinder-und-Jugendstärkungsgesetz (KJSG) von 2021 wurden die Rechte junger Volljähriger genauer festgeschrieben und gestärkt. Im Rahmen der Angebote des Careleaver-Zentrums Thüringen möchten wir interessierte Thüringer Fachkräfte und Ehrenamtliche zu einem eintägigen Seminar einladen. Thema sollen die (neuen) rechtlichen Grundlagen und Möglichkeiten zur Unterstützung von jungen volljährigen Careleaver*innen ab dem 18. Lebensjahr sein.

Seminarziele

Im Workshop werden Sie die rechtlichen Grundlagen zur Unterstützung von jungen Volljährigen ab dem 18. Lebensjahr kennen lernen. Sie diskutieren anhand von Fallbeispielen und eigenen Erfahrungen Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Förderungen und leiten Strategien für die Beratung und Unterstützung der von Ihnen begleiteten jungen Menschen ab.

Seminarinhalte

  • Jugendhilfe nach § 41 und 41a SGB VIII (Klarstellung des Rechtsanspruchs auf Hilfen für junge Volljährige, Coming back-Optionen für Careleaver, Verbindliche Übergangsplanung mit anderen Sozialleistungsträgern iVm § 36b SGB VIII, Recht auf Nachbetreuung für Careleaver u.a.)
  • Schnittstellen zum SGB XII und SGB IX
  • Eingliederungshilfe für junge Volljährige
  • weitere Schnittstellen zu anderen Sozialleistungen
  • Anspruch auf Beratung, Aufklärung und Unterstützung (§ 10a und Ombudsstellen)
  • Hilfeplanverfahren: Rechte, Anforderungen an Hilfeplanung
  • Verhältnis junger Mensch – JA – freier Träger
  • Wirtschaftliche Hilfen
  • Kostenheranziehung alte vs. neue Regelung: Was tun, wenn ich mit meinem Bescheid nicht einverstanden bin?
  • Zusätzlich besteht die Möglichkeit, im Vorfeld des Workshops eigene Fragestellungen im Themenfeld zu formulieren!

Methoden

Vortrag, Arbeit an exemplarischen Fällen, Einzel- und Gruppenarbeit

Trainer*in

Benjamin Raabe, Rechtsanwalt aus Berlin

Im Laufe seiner mehr als zwanzigjährigen Anwaltstätigkeit hat sich Benjamin Raabe in den Rechtsgebieten Mietrecht, Wohnungseigentumsrecht, Verkehrsrecht, Strafrecht und Jugendhilferecht spezialisiert. Im Bereich Jugendrecht gibt er regelmäßig Fortbildungen, hält Vorträge und fertigt Rechtsgutachten an. Im Jahr 2002 hat er den Berliner Rechtshilfefonds für Jugendhilfe mit ins Leben gerufen.

Zielgruppe

Thüringer Pflegeeltern und andere am Thema Careleaving Interessierte, Fachkräfte und Ehrenamtliche aus Einrichtungen der Jugendhilfe, Jugendsozialarbeit, aus Jugendberufsagenturen

Das Seminar wird in Kooperation mit dem Landesjugendamt Thüringen, TMBJS, Referat. 43 durchgeführt. Das Careleaver-Zentrum Thüringen ist ein Projekt der Initiative Brückensteine Careleaver, ermöglicht durch die Drosos Stiftung.

Übergänge für Careleaver gut begleiten: Rechtliche Grundlagen der Hilfen für junge Volljährige nach SGB VIII sowie Schnittstellen zu anderen Leistungssystemen

Durch das Kinder-und-Jugendstärkungsgesetz (KJSG) von 2021 wurden die Rechte junger Volljähriger genauer festgeschrieben und gestärkt. Im Rahmen der Angebote des Careleaver-Zentrums Thüringen möchten wir interessierte Thüringer Fachkräfte und Ehrenamtliche zu einem eintägigen Seminar einladen. Thema sollen die (neuen) rechtlichen Grundlagen und Möglichkeiten zur Unterstützung von jungen volljährigen Careleaver*innen ab dem 18. Lebensjahr sein.

Seminarziele

Im Workshop werden Sie die rechtlichen Grundlagen zur Unterstützung von jungen Volljährigen ab dem 18. Lebensjahr kennen lernen. Sie diskutieren anhand von Fallbeispielen und eigenen Erfahrungen Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Förderungen und leiten Strategien für die Beratung und Unterstützung der von Ihnen begleiteten jungen Menschen ab.

Seminarinhalte

  • Jugendhilfe nach § 41 und 41a SGB VIII (Klarstellung des Rechtsanspruchs auf Hilfen für junge Volljährige, Coming back-Optionen für Careleaver, Verbindliche Übergangsplanung mit anderen Sozialleistungsträgern iVm § 36b SGB VIII, Recht auf Nachbetreuung für Careleaver u.a.)
  • Schnittstellen zum SGB XII und SGB IX
  • Eingliederungshilfe für junge Volljährige
  • weitere Schnittstellen zu anderen Sozialleistungen
  • Anspruch auf Beratung, Aufklärung und Unterstützung (§ 10a und Ombudsstellen)
  • Hilfeplanverfahren: Rechte, Anforderungen an Hilfeplanung
  • Verhältnis junger Mensch – JA – freier Träger
  • Wirtschaftliche Hilfen
  • Kostenheranziehung alte vs. neue Regelung: Was tun, wenn ich mit meinem Bescheid nicht einverstanden bin?
  • Zusätzlich besteht die Möglichkeit, im Vorfeld des Workshops eigene Fragestellungen im Themenfeld zu formulieren!

Methoden

Vortrag, Arbeit an exemplarischen Fällen, Einzel- und Gruppenarbeit

Trainer*in

Benjamin Raabe, Rechtsanwalt aus Berlin

Im Laufe seiner mehr als zwanzigjährigen Anwaltstätigkeit hat sich Benjamin Raabe in den Rechtsgebieten Mietrecht, Wohnungseigentumsrecht, Verkehrsrecht, Strafrecht und Jugendhilferecht spezialisiert. Im Bereich Jugendrecht gibt er regelmäßig Fortbildungen, hält Vorträge und fertigt Rechtsgutachten an. Im Jahr 2002 hat er den Berliner Rechtshilfefonds für Jugendhilfe mit ins Leben gerufen.

Zielgruppe

Thüringer Pflegeeltern und andere am Thema Careleaving Interessierte, Fachkräfte und Ehrenamtliche aus Einrichtungen der Jugendhilfe, Jugendsozialarbeit, aus Jugendberufsagenturen

Das Seminar wird in Kooperation mit dem Landesjugendamt Thüringen, TMBJS, Referat. 43 durchgeführt. Das Careleaver-Zentrum Thüringen ist ein Projekt der Initiative Brückensteine Careleaver, ermöglicht durch die Drosos Stiftung.

Änderungen durch das Bürgergeldgesetz und sozialrechtliche Maßnahmen gegen Energiearmut

Mit der SGB-II-Reform und durch die Einführung des sogenannten „Bürgergeldes“ will die Bundesregierung „Hartz IV überwinden“.

Seminarziele

Im Seminar werden die wesentlichen Änderungen vorgestellt und deren Auswirkung auf die Leistungsgewährung und die Situation von (jungen) Menschen untersucht. Aktueller Schwerpunkt des Seminars werden die Neuerungen zur Berücksichtigung von Einkommen, bei den Eingliederungsleistungen und der Erreichbarkeit bilden, die im SGB II zum Juli 2023 in Kraft traten. Im Seminar werden Sie Gelegenheit haben, sich über Erfahrungen in der praktischen Umsetzung und Problembereiche des neuen Bürgergeldes auszutauschen.

Infolge hoher Energiepreise wachsen Existenzängste und die Sorge vieler Menschen, wie die Energieversorgung der Wohnung dauerhaft sichergestellt werden kann. Mit den in Kraft getretenen Änderungen im Sozialrecht (SGB II/SGB XII) und der Wohngeld-Plus-Reform hat der Gesetzgeber versucht, auf gestiegenen Energiekosten zu reagieren. Die sozialrechtlichen Instrumente zur Übernahme von Haushalts- und Heizenergie werden im Seminar vorgestellt und die Möglichkeiten der Leistungsgewährung als Beihilfe oder Darlehen diskutiert. Zudem werden die Kindergrundsicherung und die aktuelle Reformdebatte angesprochen.

Seminarinhalte

  • Überblick über die wesentlichen Änderungen im SGB II (SGB XII) durch das Bürgergeldgesetz
  • Karenzzeit in Bezug auf Unterkunftskosten und Vermögen sowie weitere Änderungen beim Schonvermögen
  • Änderungen beim Einkommen durch das Bürgergeldgesetz
  • Neue Freibeträge beim Erwerbseinkommen unter 25-jähriger Leistungsberechtigter in Ausbildung
  • Fördern und Fordern: Kooperationsplan und Eingliederungsleistungen
  • Neue Regeln zur „Leistungsminderung“ und die geplante Verschärfung der Sanktionen bei Totalverweigerung
  • Änderungen der Normen zur Erreichbarkeit der Leistungsberechtigten
  • Wohngeld Plus und die Schnittstelle zum SGB II
  • Übernahme von Energiekosten und weitere Fragen aus der Praxis
  • Ausblick Kindergrundsicherung

Methoden

Fachliche Inputs, Diskussion, Fallarbeit

Trainer*in

Frank Jäger

Der Trainer ist Sozialwissenschaftler MA und seit 2006 als freiberuflicher Referent für Sozialrecht und -politik tätig. Er engagiert sich für den Erwerbslosen- und Sozialhilfeverein Tacheles e.V. in Wuppertal im Vorstand, als Sozialberater, Referent und Onlineredakteur.

Zielgruppe

Interessierte Pädagog*innen

Zuwendungsrecht des Landes Thüringen und des Bundes

Zuwendungsrecht scheint ein Buch mit sieben Siegeln zu sein. Wie sind staatliche Fördergelder durch Zuwendungsempfänger*innen sachgerecht zu verwalten und nachzuweisen?

Seminarziele

Im Seminar werden Ihnen die praktische Bedeutung und sachgerechte Anwendung der Allgemeinen Nebenbestimmungen (ANBest) und sonstigen einzuhaltenden Rechtsvorschriften vorgestellt. Daneben bleibt genügend Raum, eigene Fragen zu stellen.

Seminarinhalte

  • Rechtsgrundlagen im Zuwendungsrecht
  • Förderung durch mehrere Zuwendungsgeber
  • Grundsatz der wirtschaftlichen und sparsamen Haushaltsführung
  • Einhaltung des Besserstellungsverbots
  • Mittelabruf und -verwendung
  • Einkauf von Waren und Dienstleistungen (Vergaberecht)
  • Inventarisierung
  • Mitteilungspflichten
  • Erstellung des Verwendungsnachweises
  • Prüfung der Verwendungsnachweise
  • Rückforderung von Zuwendungen
  • Teilnehmer*innen-Fragen

Methoden

PPP-Präsentation (auch als Handout), Kurzvorträge, Teilnehmer*innen-Diskussionen

Trainer*in

Jürgen Salgert, Berlin

Der Verwaltungswissenschaftler und Sozial-/Gesundheitsökonom hat langjährige Berufserfahrung in verschiedenen Leitungsfunktionen der sozialen Arbeit (Jugendberufshilfe, Lehrtätigkeit an Fachhochschule, Mitbegründer von Coach-Berlin). Als Ziel seiner Arbeit definiert er eine praktische und teilnehmer*innenzentrierte Fortbildung.

Zielgruppe

Führungskräfte, Projektleiter*innen, Verwaltungsmitarbeiter*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Arbeitszeit- und Dienstplangestaltung in der Jugendhilfe und anderen Einrichtungen

Auch gemeinnützige Einrichtungen müssen die arbeitszeitrechtlichen Vorschriften einhalten. So stellt sich für viele die Frage nach der täglichen Höchstarbeitszeit, von Ruhe- und Pausenzeiten, der Anrechenbarkeit von Fahrzeiten bei Dienstreisen usw. Genau hier setzt das eintägige Seminar an.

Seminarziele

Im Seminar werden die Vorschriften zur Arbeitszeit vorgestellt und Ihre Fragen zur Arbeitszeitgestaltung beantwortet. Des Weiteren wird auf die Folgen der Nichteinhaltung der gesetzlichen Mindestvorschriften eingegangen. Daneben gibt es genügend Raum, eigene Fragen zu stellen und Arbeitszeitmodelle zu diskutieren.

Seminarinhalte

  • Arbeitszeitgesetz (Überblick), andere relevante Vorschriften
  • Anforderungen an einen Dienstplan
  • Auswirkung von Nebentätigkeiten auf die Beschäftigungsmöglichkeit
  • Arbeitszeiten bei Ferienmaßnahmen und Dienstreisen
  • Arbeitszeit von ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen
  • Arbeitszeitmodelle
  • Haftung, Bußgeld- und Strafverfahren
  • Teilnehmer*innen-Fragen

Methoden

PPP-Präsentation (auch als Handout), Kurzvorträge, Teilnehmer*innen-Diskussionen

Trainer*in

Jürgen Salgert, Berlin

Der Verwaltungswissenschaftler und Sozial-/Gesundheitsökonom hat langjährige Berufserfahrung in verschiedenen Leitungsfunktionen der sozialen Arbeit (Jugendberufshilfe, Lehrtätigkeit an Fachhochschule, Mitbegründer von Coach-Berlin). Als Ziel seiner Arbeit definiert er eine praktische und teilnehmer*innenzentrierte Fortbildung.

Zielgruppe

Führungskräfte, Team- und Projektleiter*innen und weitere interessierte Pädagog*innen