Leistungs- und Verhaltensbeurteilungen und Zielvereinbarungen erstellen

Die Leistungs- und Verhaltensbeurteilung (LuV) stellt ein Instrument in Maßnahmen der Agentur für Arbeit dar, um den Sachstand und die Entwicklung von Teilnehmer*innen dem Auftraggeber mitzuteilen.

Seminarziele

Im Seminar stehen die Definition und Funktion der Leistungs- und Verhaltensbeurteilung (LuV) im Mittelpunkt. Sie lernen den Unterschied zwischen LuV und Zielvereinbarungen kennen und erfahren, wie beide Instrumente sinnvoll in den Förderprozess eingebunden werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt darauf, LuV-Inhalte aus vorgegebenen Kompetenzbereichen beobachtungsbasiert und sachlich zu formulieren sowie eine fachlich angemessene Sprache zu verwenden. Darüber hinaus wird der Sinn und Zweck von Zielvereinbarungen erläutert. Sie üben die gemeinsame Zielfindung und Zielformulierung mit jungen Menschen anhand der SMART-Kriterien. Abschließend werden praxisnah Beispiel-LuVs und Zielvereinbarungen erstellt und reflektiert.

Seminarinhalte

  • Definition LuV und Zielvereinbarung
  • Unterschied LuV und Zielvereinbarung
  • Formulierung einer beispielhaften LuV
  • Zielformulierung und -findung gemeinsam mit den Teilnehmer*innen
  • Formulierung einer beispielhaften Zielvereinbarung

Methoden

Theoretischer Input, praktische Übungen, Erfahrungsaustausch, Kleingruppenarbeit

Trainer*in

Susann Böhme, Schmölln

Die Diplom-Sozialpädagogin ist ausgebildet in Stress- und Resilienzcoaching. Sie hat 15 Jahre in verschiedenen Jugend- und Erwachsenenmaßnahmen gearbeitet und tiefgreifende Erfahrungen in der Betreuung und Schulung von jungen Menschen und Erwachsenen gesammelt. Anschließend war Susann Böhme elf Jahre Geschäftsstellenleiterin und Trainerin der LAG Jugendsozialarbeit Sachsen e.V. und verantwortlich für die Themen Ausbildung, Berufsvorbereitung und Berufsorientierung.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Anleiter*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Ausbildungsbegleiter*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Jugendberufshilfe Thüringen e.V. akzeptiert zur Finanzierung des Seminars den Weiterbildungsscheck des Landes Thüringen bzw. die Qualifizierungsschecks anderer Bundesländer.

Kompetenzförderung im Schreiben – Gelingensfaktoren in der Entwicklung und Förderung der Schreibkompetenz von jungen Erwachsenen im Übergangssystem

Schreiben ist eine zentrale Schlüsselkompetenz im Berufshandeln, die bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Übergang in eine Ausbildung gefördert werden sollte und gefördert werden kann. Dabei sollte das Schreiben als integraler Bestandteil der fachlichen Förderung konzipiert sein.

Das BMBF-geförderte Projekt KOFISCH (Kompetenzförderung im Schreiben) befasste sich von Nov. 2020 bis Okt. 2023 in Zusammenarbeit der RWTH Aachen University, des bbb (Büro für berufliche Bildung) und der WiKU (Werkstatt im Kreis Unna) auf wissenschaftlicher und schreibdidaktischer Ebene mit der Maßnahme BvB-Pro/Werkstattjahr an den Standorten Unna und Bergkamen. Im Rahmen des Projekts wurden mit Blick auf die zu bewältigenden Schreibanforderungen der praxis- und handlungsorientierten Berufsvorbereitung Gelingensfaktoren effektiver Schreibförderung identifiziert und Förderinstrumente entwickelt, um die Schreibkompetenz der jungen Erwachsenen neben der fachlichen Förderung zu entwickeln und sie damit fachlich wie persönlich voranzubringen.

Inhalte

Der Workshop stellt die Hintergründe der Entwicklung der Schreibfördermaterialien vor, präsentiert ausgewählte Materialien und führt in deren Anwendung ein.

  • Relevanz von Sprach- und Schreibkompetenz für die berufliche Handlungskompetenz
  • Hintergründe der Entwicklung der Schreibfördermaterialien des Projektes zur Kompetenzförderung im Schreiben (Zielgruppe, didaktisches Konzept, Genese, Projektergebnisse)
  • Merkmale und Beispiele guter berufsbezogener Schreibaufgaben
  • Bedingungen sinnvoller schreibdidaktischer Settings

Methoden

Input mit PPP-Präsentation, Gruppendiskussion, Bearbeitung von Fallbeispielen, praktische Übungen

Trainer*in

Prof. Dr. phil. Christian Efing, Institut für Sprach- und Kommunikationswissenschaft der RWTH Aachen, Forschungsprojekt KOFISCH

Prof. Dr. phil. Christian Efing ist Universitätsprofessor für „Deutsche Sprache der Gegenwart“ an der RWTH-Aachen

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Lernort Betrieb: Notwendigkeit und Chancen einer stärkeren Kooperation mit Betrieben

Die Zusammenarbeit mit Betrieben soll die Übergangschancen Ihrer Teilnehmer*innen in betriebliche Ausbildung oder Arbeit verbessern. Pädagog*innen, die mit dieser anspruchsvollen Aufgabe betraut sind, stehen hier vor persönlichen Herausforderungen. Denn gerade die Akquisition von Praktikums- und Ausbildungsbetrieben verlangt professionelles Vorgehen. Zudem ist es wichtig, in betrieblichen Ausbildungsabschnitten sowohl Ihre Teilnehmer*innen als auch deren Kontaktpersonen unterstützend zu begleiten. Eine langfristige Zusammenarbeit kann durch weiterführende Dienstleistungen für die Betriebe durch Ihre Bildungseinrichtung und Sie verbessert werden.

Seminarziele

Im Seminar entwickeln Sie Strategien, die Ihre Professionalität und Effizienz bei der Akquise von betrieblichen Einsatzmöglichkeiten steigern. Sie erfahren den Nutzen von Checklisten, Aktionsplänen und Akquiseprotokollen. Sie erweitern Ihre Handlungsstrategien, die helfen, Betriebe bewusst als Lernorte einzusetzen, um den Entwicklungsprozess der jungen Menschen zu unterstützen und deren Vermittlungschancen zu erhöhen.

Seminarinhalte

  • Akquiseplanung und Organisation
  • Alleinstellungsmerkmal, Entwickeln einer individuellen, regionalen Akquisestrategie
  • Erstellen eines individuellen Leitfadens zum Gesprächsablauf (Klärungs- und Vereinbarungsphase)
  • Telefonakquise
  • Kompetenzen und Förderbedarf der Teilnehmer*innen sowie Anforderungen des Betriebes bestimmen und abgleichen und in Bezug auf das Ziel des Praktikums bzw. der betrieblichen Ausbildungsphase/Erprobung setzen
  • Vorbereitung, Begleitung und Nachbereitung eines Praktikums/einer betrieblichen Ausbildungsphase mit Betrieb und Teilnehmer*in
  • Konfliktmanagement in der Triade Betrieb, Teilnehmer*in, Bildungsträger
  • Dienstleistungsangebote an den Betrieb
  • Dokumentation und Informationsweiterleitung

Trainer*in

Ines Altenburg, Frankfurt/Oder

Die Trainerin studierte Erwachsenenbildung (MA), Sozialpädagogik (Dipl.), Supervision und Coaching und verfügt über langjährige Erfahrungen in verschiedenen Bereichen der beruflichen Bildung und in der sozialen Arbeit mit individuell beeinträchtigten und/oder sozial benachteiligten jungen Menschen. Ines Altenburg war u.a. Geschäftsführerin einer Bildungseinrichtung und Projektentwicklerin für Bildungs- und Kulturprogramme im europäischen Förderbereich. Seit mehreren Jahren führt sie Seminare zu den Themen Ausschreibungsmanagement, Rehapädagogik, Kommunikation und Konfliktmanagement durch.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Anleiter*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Ausbildungsbegleiter*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Jugendberufshilfe Thüringen e.V. akzeptiert zur Finanzierung des Seminars den Weiterbildungsscheck des Landes Thüringen bzw. die Qualifizierungsschecks anderer Bundesländer.