Balance finden: Stressbewältigung mit Körperarbeit

Resilienz ist von großer Bedeutung, um den Alltag zu meistern, insbesondere in stressigen Zeiten wie Lebenskrisen, Arbeitsplatzwechsel und anderen Veränderungen. Unsere Resilienz wird stark von unseren Lebensumständen beeinflusst.

Seminarziele

Im Seminar lernen Sie Strategien zur Stressbewältigung und zum Aufbau von Resilienz kennen. Sie erproben Methoden, um Ihren Alltag zu reflektieren und einen neuen Umgang mit Stress und belastenden Situationen zu entwickeln. Darüber hinaus erhalten Sie Anregungen, wie Sie Übungen zur Stressbewältigung mit jungen Menschen und Klient*innen durchführen können.

Seminarinhalte

  • Einblicke in Theorien zu Resilienz und Stress aus Wissenschaft und Yogaphilosophie
  • Resilienz stärken durch Atem und Körperübungen
  • Wie entsteht Stress und welche Signale sendet mein Körper?
  • Strategien zum Stressvermeiden und/oder -bewältigen
  • Reflektion und Austausch für mich und in der Gruppe, Übertragen auf die eigene Lebensrealität
  • Kennenlernen verschiedener Übungen zur Entspannung, Regulation des Nervensystems und Lockerung des Körpers

Methoden

Im Seminar werden verschiedene Ebenen des Seins einbezogen, weshalb Methoden zum Austausch, zur Reflektion und zur Körperarbeit neben theoretischen Input eingesetzt werden. Das Seminar beginnt mit einer gemeinsamen Yogastunde. Bitte denken Sie an bequeme Kleidung und eine Matte/Decke.

Trainer*in-Team

Lydia Möde und Katarina Milašinović

Lydia Möde ist Sozialarbeiterin (B.A.), Yogalehrerin und Systemische Beraterin (DGSF). Sie hat in verschiedenen Bereichen mit Menschen in hochstressigen Situationen gearbeitet und viel Erfahrung im Begleiten dieser gesammelt. Ihr ist ein ganzheitlicher Blick auf das Thema wichtig, insbesondere auch das Einbeziehen von gesellschaftlicher und familiärer Prägung und deren Auswirkungen auf Stressbewältigung und Resilienz.

Katarina Milašinović ist Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin (B.A.) und studiert aktuell im Master Bildung, Kultur und Anthropologie. Als Systemische Beraterin (DGSF) bringt sie einen ganzheitlichen Blick auf individuelle Lebenslagen sowie institutionelle Rahmenbedingungen mit. Sie verfügt über breit gefächerte Praxiserfahrung in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Familien sowohl in der offenen Kinder- und Jugendarbeit als auch im Zwangskontext einer Jobcenter-Maßnahme. Sie legt besonderen Wert auf die enge Verknüpfung von wissenschaftlichen Perspektiven mit praxisnahen Impulsen und konkreten Handlungsmöglichkeiten.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen, Ausbildungsbegleiter*innen, Case Manager*innen, Integrationsbegleiter*innen, Fallmanager*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Der Resilienzkoffer – ein Methodenpaket zur individuellen Ressourcenstärkung

Psychische Belastungen und stressbedingte Erkrankungen nehmen seit Jahren zu. Steigende Anforderungen, Personalmangel und zunehmende Arbeitsverdichtung prägen vielfach den Berufsalltag. Um diesen Herausforderungen gesund begegnen zu können, braucht es mehr als reine Belastbarkeit – es braucht Resilienz, die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

Der Workshop lädt Sie ein, sich aktiv mit dem Thema seelische Gesundheit auseinanderzusetzen und Resilienz durch praktische Selbsterfahrung zu erleben. Dabei stehen Ihre individuellen Kraftquellen im Mittelpunkt. Sie reflektieren Ihre persönlichen Stärken, richten Ihren Fokus gezielt auf vorhandene Ressourcen und entwickeln Strategien, um auch in belastenden Situationen handlungsfähig zu bleiben.

Seminarziele

  • Sie erhalten einen verständlichen Einstieg in die Themen Resilienz und seelische Gesundheit.
  • Sie reflektieren Ihre persönlichen Ressourcen, Stärken und Belastungsfaktoren.
  • Sie lernen praktische Methoden zur Stärkung Ihrer Resilienz kennen.
  • Sie entwickeln individuelle Strategien für einen resilienteren Umgang mit Herausforderungen.
  • Sie nehmen konkrete Impulse für die bewusste Nutzung Ihrer Ressourcen im Berufsalltag mit.

Seminarinhalte

  • Ein Einstieg in das Thema Resilienz und die Bedeutung individueller Schutzfaktoren für den Umgang mit beruflichen und persönlichen Belastungen.
  • Reflexion persönlicher Ressourcen sowie bewusste Wahrnehmung individueller Kraftquellen.
  • Praktische Übungen zur Stärkung persönlicher Widerstandsressourcen und zur bewussten Aktivierung vorhandener Potenziale.
  • Erarbeitung individueller Möglichkeiten, persönliche Ressourcen gezielt als Bewältigungsstrategien in herausfordernden Situationen einzusetzen.

Trainer*in

Carolin Voigt, AGETHUR Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V.

Carolin Voigt (B.Sc. Gesundheitsmanagement) ist im Arbeitsbereich „Kommunale Gesundheitsförderung“ bei der AGETHUR Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. tätig. Agethur: Methodische Hilfen

Zielgruppe

Pädagogische Fachkräfte aus Thüringen.

Bitte beachten Sie, dass Mitarbeiter*innen, die in einer Maßnahme der Aktivierungsrichtlinie tätig sind, nicht an diesem Seminar teilnehmen können. Sie werden direkt über die AGETHUR Landesvereinigung für Gesundheitsförderung Thüringen e.V. angesprochen.

Schulden machen – (k)ein Problem?! – Schuldenprävention in der Arbeit mit jungen Menschen

Insbesondere für junge Menschen ist der Weg in die Überschuldung so verführerisch und bequem wie nie. Personalisierte Werbung suggerieren in Dauerbeschallung die Notwendigkeit unzähliger neuer Produkte, die Glück und Ansehen versprechen. Die ständig griffbereite Shopping-App und aufschiebbare Zahlung durch „buy now pay later“ räumen die letzten Hürden zum „Konsumglück“ aus dem Weg, der bisweilen in der Überschuldung endet. Wege zu kennen, um Überschuldung vorzubeugen, mit den Folgen wie Kontopfändung umzugehen und wieder mit ausgeglichenen Finanzen zu leben, ist für die Betroffenen und ihre Wegbegleiter*innen unverzichtbar.

Seminarziele

Im Online-Seminar werden unter anderem folgende Fragestellungen beantwortet:

  • Warum geraten (junge) Menschen in die sogenannte Schuldenfalle?
  • Wie kann ein verantwortungsbewusster Umgang mit Geld und Konsum vermittelt werden?
  • Was kann getan werden, wenn die Teilnehmer*innen bereits in die Schuldenfalle geraten sind?

Seminarinhalte

  • Auslöser, Ursachen und Folgen von Überschuldung
  • Ansätze für die Präventionsarbeit mit (jungen) Menschen
  • Arbeitsweise der sozialen Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen bei problematischen Verschuldungssituationen

Methoden

Fachliche Inputs, Kleingruppenarbeit, Arbeit an konkreten Beispielen, umfangreiches Arbeitsmaterial

Trainer*in

Sebastian Rothe, Fachberater für Schuldenprävention

Der Sozialpädagoge (M.A.) arbeitet seit 2018 als Fachberater für Schuldenprävention für die Fachberatungsstelle für Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen und Schuldenprävention des LIGA der freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Behördenmitarbeiter*innen und weitere interessierte Fachkräfte

Das Seminar findet in Kooperation mit der Fachberatungsstelle für Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen und Schuldenprävention des LIGA der freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V. statt.

Resilienz fördern und stärken

In einer Welt voller Herausforderungen ist Resilienz eine entscheidende Fähigkeit, um gesund, leistungsfähig und ausgeglichen zu bleiben. Resilienz ist eine „seelische Widerstandskraft“, die Menschen unterstützt, mit beruflichen und privaten Veränderungen sowie belastenden Situationen umzugehen. Sie befähigt, Stress und schwierige Lebenssituationen weniger als Belastung zu erleben, sondern mehr als Herausforderung.rnrnDas Positive: Resilienz kann ein Leben lang weiterentwickelt und gestärkt werden. Die gezielte Nutzung der eigenen Ressourcen hilft, den Belastungen „resilient“ zu begegnen und konstruktiv damit umzugehen. Auch Pädagog*innen können junge Menschen unterstützen, ihre Bewältigungskompetenz zu kräftigen.

Seminarziele

Im Seminar werden Ihnen praxisnahe Methoden und wirksame Werkzeuge zur Stärkung der eigenen Widerstandskraft und zum besseren Umgang mit Stress vermittelt. Die Grundlagen der Resilienz werden näher betrachtet, um ein besseres Verständnis für die Faktoren zu gewinnen, die die Widerstandsfähigkeit in herausfordernden Situationen stärken. Sie erhalten wertvolle Impulse, um Ihre Stressoren zu erkennen, Ihre Stressverstärker zu minimieren und Strategien der Stressbewältigung zu erlernen. Zudem erproben Sie Methoden, die die Resilienzfähigkeit von jungen Menschen stärken.

Seminarinhalte

  • Grundlagen der Resilienz
  • Widerstandskraft entwickeln und stärken
  • Methoden zur Stärkung der Resilienz
  • Stressoren erkennen
  • Stressverstärker minimieren
  • Stressbewältigungsstrategien erlernen
  • Resilienzfähigkeit bei Auszubildenden, Schüler*innen und Teilnehmer*innen stärken

Methoden

Theoretischer Input, praktische Übungen, Methoden zur Selbstreflexion, Erfahrungsaustausch, Kleingruppenarbeit

Trainer*in

Susann Böhme, Schmölln

Die Diplom-Sozialpädagogin ist ausgebildet in Stress- und Resilienzcoaching. Sie hat 15 Jahre in verschiedenen Jugend- und Erwachsenenmaßnahmen gearbeitet und tiefgreifende Erfahrungen in der Betreuung und Schulung von jungen Menschen und Erwachsenen gesammelt. Anschließend war Susann Böhme elf Jahre Geschäftsstellenleiterin und Trainerin der LAG Jugendsozialarbeit Sachsen e.V. und verantwortlich für die Themen Ausbildung, Berufsvorbereitung und Berufsorientierung.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrer*innen, Schulsozialpädagog*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Jugendberufshilfe Thüringen e.V. akzeptiert zur Finanzierung des Seminars den Weiterbildungsscheck des Landes Thüringen bzw. die Qualifizierungsschecks anderer Bundesländer.

Erzählen & Darstellen – Junge Menschen stärken am Übergang Schule-Beruf

Junge Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf stehen oft unter großem Druck: Wer bin ich? Was kann ich? Wie wirke ich? Viele kämpfen mit Unsicherheiten, negativen Selbstbildern oder fühlen sich in klassischen Bewerbungssituationen unwohl.

Seminarziele

In diesem Seminar lernen Sie einen kreativen und empowernden Zugang („Zwei-Säulen-Ansatz“) kennen, um Ihre Teilnehmer*innen und Klientinnen zu unterstützen, ihre Geschichten selbstbewusst zu erzählen und sich authentisch zu präsentieren. Der „Zwei-Säulen-Ansatz“ umfasst:

Erzählen – Narrative Selbstermächtigung: Jugendliche entwickeln identitätsstiftende Geschichten aus ihrer Lebenswelt. Sie entdecken ihre eigenen Stärken, formulieren Perspektiven und lernen, sich nicht von äußeren Erwartungen definieren zu lassen.

Darstellen – Wirkung zeigen & Selbstpräsentation üben: Durch gezielte Übungen zu Körpersprache, Stimme und Auftritt erfahren die Jugendlichen, wie sie auf andere wirken und lernen, diese Wirkung aktiv zu gestalten. Dies fördert ihre Präsenz, Selbstsicherheit und soziale Kompetenz.

Seminarablauf

Tag 1: Einführung in verschiedene Methoden: Kennenlernen, praktische Erfahrungen sammeln und Reflexion.

Tag 2: Transfer in den eigenen Arbeitsalltag – Tools und deren Anwendung in der Beratung sowie in der Gruppenarbeit.

Was nehmen Sie mit?

  • Konkrete Tools für die Arbeit mit (schwer erreichbaren) Jugendlichen
  • Neue Impulse für Einzel- und Gruppenberatung
  • Mehr Sicherheit im Umgang mit Selbstpräsentation und Biografiearbeit
  • Nachhaltige Empowerment-Strategien statt kurzfristiger Lösungen

Methoden

Theaterpädagogische Übungen & Improvisation; Narrative Biografiearbeit; Wertfreie Herangehensweise, keine Bewertung; Arbeit in einem sicheren Raum mit Vertrauen & Selbsterfahrung; Praxisnah, niedrigschwellig, direkt anwendbar

Trainer*in

Moritz Schönecker

Moritz Schönecker, Theaterregisseur und Kommunikationsexperte.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen, Ausbildungsbegleiter*innen, Case Manager*innen, Intergrationsbegleiter*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Jugendberufshilfe Thüringen e.V. akzeptiert zur Finanzierung des Seminars den Weiterbildungsscheck des Landes Thüringen bzw. die Qualifizierungsschecks anderer Bundesländer.

„High 5“ – Suchtpräventionsprogramm zum Thema illegale Drogen

„High 5“ ist ein interaktives Suchtpräventionsprogramm zum Thema illegale Drogen. Durch den Einsatz verschiedener Methoden und spielerischer Aktionen an sieben Stationen der interaktiven Ausstellung werden junge Menschen motiviert, sich aktiv und kritisch mit dem Konsum illegaler Drogen auseinander zu setzen. Im Fokus stehen hierbei nicht nur eine bestimmte Droge oder ein bestimmtes Verhalten, sondern das Lebensumfeld von jungen Menschen, die Entwicklung von Lebenskompetenzen und Konfliktfähigkeit sowie Stressbewältigungsstrategien.

Das Angebot wurde für Jugendliche ab 14 Jahren für den schulischen und außerschulischen Bereich konzipiert. Die interaktive Ausstellung „High 5“ kann einerseits in der vorgesehenen Reihenfolge durchgeführt werden (Dauer ca. 4 Stunden), anderseits können einzelne Elemente (Dauer 30 Minuten) herausgenommen werden.rnrnZiel des Suchtpräventionsprogramms ist es, informierte und aufgeklärte junge Menschen zu haben, die:rn•tsich aktiv und kritisch mit dem Thema „illegale Drogen“ auseinandersetzenrn•tStärkung persönlicher Lebenskompetenzenrn•tFörderung von Schutz- und Risikokompetenzenrn•tReflektierter Umgang mit Konfliktsituationen bzgl. Drogenmissbrauchrn•tAufzeigen von Hilfsmöglichkeiten

Die interaktive Ausstellung „High 5“ wurde vom Präventionszentrum der SiT – Suchthilfe in Thüringen gGmbH und in Kooperation mit der Thüringer Fachstelle Suchtprävention des fdr+ – Fachverband Drogen- und Suchthilfe e.V. entwickelt, gefördert durch das Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie. praevention-info.de/index.php

Die Ausstellung kann kostenfrei ausgeliehen werden. Der Verleih der Materialien erfolgt, wenn Sie aktiv an einer dazugehörigen eintägigen Moderationsschulung teilgenommen haben. Schulung und Verleih werden über das Präventionszentrum der SiT gGmbH angeboten.

Methoden

Kombination von Grundlagenvermittlung, neuen Erfahrungen und Übungen, Förderung von eigenbestimmtem, freudvollen Lernen, Lernen in entspannter Atmosphäre

Trainer*in

Nicola Tzschentke, Präventionszentrum der SiT – Suchthilfe in Thüringen

Die Sozialarbeiterin B.A. und Psychosoziale Beraterin M.A. ist Ansprechpartnerin für Medienkonsum und interaktive Ausstellungen des Präventionszentrums der SiT – Suchthilfe in Thüringen, Erfurt.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Diagnostische Methoden zur Feststellung sozialer Kompetenz

Viele junge Erwachsene erleben in ihrer Entwicklung hohe Belastungen und Stresssituationen, z.B. durch unerfüllbare Leistungsanforderungen, Konflikte im familiären Umfeld sowie persönliche Vorstellungen im Zusammenspiel mit Gleichaltrigen. Hat der junge Mensch gelernt mit Belastungen und Anforderungen umzugehen, stellt er sich diesen und versucht, mit eigenständigem Verhalten Konflikte zu lösen.

Damit sammelt er für sich wichtige Selbstwirksamkeitserfahrungen. Durch diese Erfahrungen erwerben junge Erwachsene entscheidende Kompetenzen in der Selbst- und Fremdwahrnehmung und der Interaktion mit Anderen. Fehlen diese Selbstwirksamkeitserfahrungen ist der Aufbau des Selbstvertrauens gestört. Junge Erwachsene geben dann schneller auf, haben weniger Ausdauer, trauen sich nichts zu bzw. flüchten in abweichendes Verhalten. Hier könnte ein soziales Training ansetzen – Voraussetzung und Begründung dafür wäre eine diagnostische Abklärung.

Seminarziele

Das Seminar bietet eine praxisnahe Einführung in Instrumente zur Diagnostik sozialer Kompetenzen. Die Methoden reichen von der Verhaltensbeobachtung, Verhaltensbeurteilung mit Einschätzung des Sozial- und Lernverhaltens bis hin zu psychologischen Tests, z.B. Fragebögen zur Leistungsmotivation und Screeningverfahren zur Feststellung von psychischen Störungen.

Seminarinhalte

  • Begriffsklärung soziale Kompetenz und sozial kompetentes Verhalten
  • Vorstellen diagnostischer Methoden
  • Anwendung und Erprobung einzelner Instrumente

Methoden

Inputs, Erfahrungsaustausch, Diskussion, Bereitschaft Diagnoseinstrumente zu erproben

Trainer*in

Manuela Andrzejak, Sondershausen

Die Sozialpädagogin (FH), Suggestopädin und Ingenieur-Pädagogin arbeitet seit mehreren Jahren als sozialpädagogische Leiterin beim Sondershäuser Bildungsverein.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Anleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen, Ausbildungsbegleiter*innen, Intergrationsbegleiter*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Soziale Kompetenzen fördern

In der Ausbildung und bei der Arbeit werden von jungen Erwachsenen soziale Kompetenzen als berufsübergreifende Schlüsselqualifikationen gefordert. Selbststeuerung und Selbstwahrnehmung, Kommunikationsgeschick, Kritikfähigkeit, Belastbarkeit, Zuverlässigkeit und Zielorientierung sind bei jungen Menschen teilweise wenig ausgeprägt. Auch Teamarbeit erweist sich für sie oft als problematisch.

Über Jahre ausgeprägte Persönlichkeitsstrukturen und Verhaltensweisen sowie negative schulische Erfahrungen erschweren den Prozess der Festigung sozialer Kompetenzen. Von den Pädagog*innen werden großes Geschick und pädagogisches Einfühlungsvermögen verlangt, um soziale Kompetenzen bei den Auszubildenden und Schüler*innen zu entwickeln. Soziale Situationen im Bildungsalltag sollten situativ genutzt werden, um die Kompetenzen zu entwickeln und durch Erfahrung zu festigen.

Seminarziele

Im Seminar erarbeiten und erproben Sie Instrumente, um soziale Kompetenzen der Auszubildenden und Schüler*innen in Gruppenarbeiten zu fördern. Die Fähigkeit von jungen Erwachsenen, selbstständig eigene Verhaltensziele zu entwickeln und umzusetzen, steht dabei im Mittelpunkt des Seminars.

Seminarinhalte

  • Soziale Kompetenzen – aus Sicht der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes
  • Kennenlernen und Erproben von Übungen zum Training sozialer Kompetenzen (z.B. Selbstwahrnehmung, Werterhaltung, Kommunikation, Kooperation, Kritikfähigkeit)
  • Vorstellen von Übungen aus verschiedenen Gruppentrainings:
    – Gruppentraining sozialer Kompetenzen nach Hinsch, Pfingsten
    – Fit for Life – Training sozialer Kompetenz für Jugendliche nach Jugert, Rehder, Notz, Petermann
    – Konfrontatives Sozial-Kompetenz-Training

Methoden

Inputs, Erfahrungsaustausch, Diskussion, Übungen, Gruppenarbeit

Trainer*in

Manuela Andrzejak, Sondershausen

Die Sozialpädagogin (FH), Suggestopädin und Ingenieur-Pädagogin arbeitet seit mehreren Jahren als sozialpädagogische Leiterin beim Sondershäuser Bildungsverein.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Lehrkräfte, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen, Ausbildungsbegleiter*innen, Intergrationsbegleiter*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Spurwechsel. Wie ein gesunder Umgang mit digitalen Medien gelingen kann

Medien nehmen eine wichtige Rolle im Leben der meisten Menschen ein – im beruflichen wie auch im privaten Kontext, bei Kindern und Jugendlichen ebenso wie bei Erwachsenen. Verstärkt wird dieser Einfluss durch die zunehmende Verbreitung mobiler Endgeräte, wodurch insbesondere das Freizeitverhalten einem permanenten Wandel ausgesetzt ist. In diesem Zusammenhang wird immer wieder vor schädlichen Einflüssen gewarnt und auf die Gefahren von Medienabhängigkeit, Computerspielsucht und einer übermäßigen Anwendung von Sozialen Netzwerken hingewiesen.

Gleichzeitig gibt es jedoch auch positive Aspekte der Mediennutzung. So eignen sich Medien dazu Denk- und Lernprozesse anzustoßen, Kreativität zu fördern, Menschen zusammenzuführen und Demokratisierungs-, Partizipations- und Persönlichkeitsentwicklungen zu unterstützen.

Zwischen diesen beiden Polen bewegen wir uns alle, mehr oder weniger bewusst. Eine größere Bedeutung erhält dieses Thema allerdings für Menschen, die erzieherischen Einfluss auf andere Menschen haben – beruflich wie privat: Sie müssen genau beobachten, abwägen und eine Position beziehen, um auf das Mediennutzungsverhalten ihrer jeweiligen Zielgruppe adäquat reagieren zu können. Sie müssen wissen, wie Medien altersgerecht eingesetzt werden können, damit der Nutzen von Medien in den Vordergrund tritt und keine Gefahr für die Entwicklung vor allem von jungen Menschen darstellt.

Das Projekt “ Spurwechsel. Wie ein gesunder Umgang mit digitalen Medien gelingen kann” möchte Pädagog*innen und weitere Multiplikator*innen unterstützen, auf die oben beschriebenen Herausforderungen zu reagieren. Der „Mit Medien e.V. – Bildung | Beratung | Erlebnisraum“ und das „Präventionszentrum der Suchthilfe in Thüringen gGmbH” haben ein Maßnahmen-Paket geschnürt, welches Kenntnisse sowie konkrete Handlungsvorschläge vermittelt, um eine adäquate Grundhaltung zu Medien zu entwickeln.

Seminarziele

Im Seminar werden mit Hilfe von vielen praktischen Methoden fachliche Impulse gegeben, relevante Aspekte kontrovers beleuchtet und Best-Practice Beispiele vorgestellt. Zudem reflektieren Sie Ihre eigene „Haltung“ zu digitalen Medien und probieren Methoden aus. Grundlage für die Fortbildung ist die Annahme, dass Medien grundsätzlich von zwei Seiten betrachtet werden können.

Trainer*in-Team

Nicola Tzschentke, Präventionszentrum der SiT – Suchthilfe in Thüringen und Marc Hupfeld, Mit Medien e.V. Bildung | Beratung | Erlebnisraum

Die Sozialarbeiterin B.A. und Psychosoziale Beraterin M.A. ist Ansprechpartnerin für Medienkonsum und interaktive Ausstellungen des Präventionszentrums der SiT – Suchthilfe in Thüringen.

Zielgruppe

Interessierte Pädagog*innen

Das Seminar findet in Kooperation mit dem Projekt „Spurwechsel“ (Mit Medien e.V. Bildung | Beratung | Erlebnisraum sowie Präventionszentrum der SiT – Suchthilfe in Thüringen) statt, finanziert vom Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie sowie der DAK Gesundheit Ein Leben lang.

Schulden machen – (k)ein Problem?! – Schuldenprävention in der Arbeit mit jungen Menschen

Insbesondere für junge Menschen ist der Weg in die Überschuldung so verführerisch und bequem wie nie. Personalisierte Werbung suggerieren in Dauerbeschallung die Notwendigkeit unzähliger neuer Produkte, die Glück und Ansehen versprechen. Die ständig griffbereite Shopping-App und aufschiebbare Zahlung durch „buy now pay later“ räumen die letzten Hürden zum „Konsumglück“ aus dem Weg, der bisweilen in der Überschuldung endet. Wege zu kennen, um Überschuldung vorzubeugen, mit den Folgen wie Kontopfändung umzugehen und wieder mit ausgeglichenen Finanzen zu leben, ist für die Betroffenen und ihre Wegbegleiter*innen unverzichtbar.

Seminarziele

Im Seminar sollen unter anderem folgende Fragestellungen behandelt werden:

  • Warum geraten (junge) Menschen in die sogenannte Schuldenfalle?
  • Wie kann ein verantwortungsbewusster Umgang mit Geld und Konsum vermittelt werden?
  • Was kann getan werden, wenn die Teilnehmer*innen bereits in die Schuldenfalle geraten sind?

Seminarinhalte

  • Auslöser, Ursachen und Folgen von Überschuldung
  • Ansätze für die Präventionsarbeit mit (jungen) Menschen
  • Arbeitsweise der sozialen Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen
  • Erste-Hilfe-Maßnahmen bei problematischen Verschuldungssituationen

Methoden

Fachliche Inputs mit verschiedenen Medien, Gruppengespräche, Kleingruppenarbeit,
Arbeit an konkreten Beispielen, umfangreiches Arbeitsmaterial

Trainer*in

Sebastian Rothe, Fachberater für Schuldenprävention

Der Sozialpädagoge (M.A.) arbeitet seit 2018 als Fachberater für Schuldenprävention für die Fachberatungsstelle für Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen und Schuldenprävention des LIGA der freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Behördenmitarbeiter*innen und weitere interessierte Fachkräfte

Das Seminar findet in Kooperation mit der Fachberatungsstelle für Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungsstellen und Schuldenprävention des LIGA der freien Wohlfahrtspflege in Thüringen e.V. statt.