Nachhaltige und wirksame Lösungen im Umgang mit Ausreden, Verweigerung und Resignation in Beratungsprozessen (Teil 1)

Immer wieder trifft man im Beratungsprozess auf junge Menschen, bei denen der Entwicklungsfortschritt stagniert oder sogar rückläufig ist, trotz hohen eigenen Engagements und dem Einsatz einer Vielzahl verschiedener Methoden. Eine sehr wahrscheinliche Ursache ist, dass der wesentliche Kern, der zu den bisherigen Verhaltensweisen und Ergebnissen des jungen Menschen geführt hat, noch nicht aufgelöst ist. Und genau an diesem Punkt setzt dieses Seminarangebot an.

Herkömmliches Coaching beinhaltet zumeist reine Beratung, die dem jungen Menschen vermittelt, wie er durch Veränderung seiner Verhaltensweisen zu seinen gewünschten Zielen gelangt. Dies funktioniert in der Regel jedoch nur begrenzt, was sich darin zeigt, dass gewünschte Verhaltensänderungen nur für eine kurze Zeit aufrechterhalten bleiben und dann wieder die vorherigen Verhaltensmuster durchdringen. Oft ist dann erst recht Demotivation und Frust sowohl bei den Jugendlichen als auch den Pädagog*innen die Folge.

Statt reiner Beratung und Motivation, die auf eine kurzfristige Veränderung der Verhaltensweisen abzielt, untersucht und hinterfragt dieser spezielle Coachingansatz die Glaubenssätze und innersten Überzeugungssysteme der jungen Menschen, so dass eine nachhaltige Veränderung des Verhaltens bewirkt wird.rnrnDa herkömmliches Coaching die tatsächlich wirkenden Hintergründe, in denen das Verhalten stattfindet, die sogenannten Contexte, nicht oder nur unzureichend untersucht und hinterfragt, ist dieses nur in geringem Maße wirksam und nachhaltig. Dabei liegt genau hier der Schlüssel: verfestigte, dysfunktionale Verhaltens- und Denkweisen werden Dank der contextuellen Methode aufgedeckt und gewandelt, so dass anschließend bisher nicht erreichte Ziele und Ergebnisse erreicht werden. Die Berücksichtigung des contextuellen Aspektes im Beratungsprozess legt somit den Grundstein für einen nachhaltigen Wandel in den Denk- und Verhaltensmustern der jungen Menschen.

Seminarziele

Im Seminar lernen Sie die Theorie des Coachingansatzes unter Berücksichtigung des contextuelles Aspektes kennen und erproben anhand von Praxisbeispielen, welche contextuellen Gesichtspunkte es gibt und wie diese auf die Ergebnisse wirken. Sie erfahren außerdem, mit welchen wirksamen Tools Sie die jungen Menschen bei der Entwicklung und Erreichung ihrer Ziele erfolgreich unterstützen. Das Seminar berücksichtigt dabei insbesondere auch Beispiele aus Ihrem Arbeitsalltag, so dass Sie Ihre Erkenntnisse unmittelbar nach dem Seminar anwenden können.

Seminarinhalte

  • Grundlagen und Ziele des Coachings unter Berücksichtigung des contextuellen Aspektes
  • Effektive Basiswerkzeuge eines Beraters
  • Das Eisberg-Kommunikations-Modell unter Berücksichtigung des contextuellen Aspektes
  • Methodische Unterscheidung von tatsächlichen Ereignissen und konstruierter Wirklichkeit
  • Systemische Fragen und Reframing
  • Klare Zielformulierung zur ausgerichteten Zielerreichung
  • Die 4 Denkprofile – Unterschiedlichkeit im Beratungsprozess effektiv nutzen
  • Reflexion eigener Handlungsweisen und deren Auswirkungen in der Arbeit mit jungen Menschen
  • Wirksame Tools und Fragetechniken für ergebnisorientierte Kommunikation

Methoden

Theoretischer Input mittels Praxisbeispiele, kreative Methoden, praktische Übungen, Methoden zur Reflexion, umfangreiches Seminarhandout

Trainer*in

Thomas Georgi, Berlin

Nach seinem Abschluss als Diplom-Verwaltungswirt, verfolgte der Trainer intensiv seinen Wunsch mit jungen Menschen zu arbeiten und studierte Sozialpädagogik. Seit 1998 konzentriert er sich auf die Jugendarbeit und war zunächst in der freizeit- und sportpädagogischen Betreuung tätig, später folgten Qualifikationen in der Straßensozialarbeit. Er gründete 2004 das Unternehmen „Die JugendTrainer®“ in Berlin und sieht seine Aufgabe als Wegbegleiter, Coach und Impulsgeber für Jugendliche. Dazu entwickelte er verschiedene Seminar- und Coachingkonzepte, die auf Heranwachsende zugeschnitten sind. Mit dem Contextuellen Coaching® kam er 1999 das erste Mal in Berührung und passte dessen Ansätze auf die Bedarfe und Situationen junger Menschen an. Diese ganzheitliche Methode ermächtigt zu einem erfüllten, erfolgreichen und selbstbestimmten Leben, in das der Jugendliche hereinwächst, um eigene Ziele zu erreichen, Barrieren zu überwinden und sich Lebensträume erfolgreich zu realisieren.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen, Ausbildungsbegleiter*innen, Case Manager*innen, Intergrationsbegleiter*innen, Fallmanager*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Autismus verstehen – Grundlagen und Praxisimpulse

In der Begleitung von jungen Menschen im Autismus-Spektrum stoßen klassische pädagogische Konzepte oft an ihre Grenzen. Um festgefahrene Situationen aufzulösen, braucht es weniger eine „Korrektur“ des Verhaltens, sondern ein tieferes Verständnis für die Art, wie Informationen im autistischen Gehirn verarbeitet, gewichtet und vernetzt werden.

Als Fachkraft stehen Sie täglich vor der Herausforderung, Lern- und Arbeitsräume so zu gestalten, dass Überforderung vermieden wird. Dieses Seminar vermittelt Ihnen das nötige Hintergrundwissen und verbindet es mit einem lösungsorientierten, systemischen Blick auf den Alltag. Ziel ist es, Stressfaktoren für beide Seiten zu reduzieren und Ihre fachliche Handlungssicherheit im Umgang mit herausforderndem Verhalten zu stärken.

Seminarziele

  • Das „autistische Betriebssystem“ verstehen: Sie gewinnen Sicherheit im Verständnis der autistischen Informationsverarbeitung (Wahrnehmung, Denkstile und exekutive Funktionen).
  • Prävention und Entlastung: Sie lernen, wie Sie durch die Anpassung von Anforderungen und Umfeld Stress reduzieren und Teilhabe ermöglichen.
  • Erweiterung der Methodenkompetenz: Sie nehmen konkrete Ansätze für die Kommunikation und Strukturierung mit, die in Ihrer Praxis anwendbar sind.
  • Souveränität im Konflikt: Sie reflektieren die eigene Rolle als stabilisierenden Faktor in herausfordernden Situationen.

Seminarinhalte

  • Grundlagen Autismus-Spektrum: Kompakter Überblick zu Autismus allgemein und Besonderheiten in Wahrnehmung, Informationsverarbeitung, Kommunikation und Interaktion.
  • Umgang mit Stress und Belastung: Fokus auf Stressreduktion und Deeskalation (Arousal-Management) – warum weniger Überforderung oft mehr Kooperation bewirkt.
  • Praktische Strategien für den beruflichen Alltag:
    – Kommunikation: Klarheit schaffen, Missverständnisse vermeiden, alternative Wege finden.
    – Struktur & Visualisierung: Wie kleine Anpassungen im Umfeld Sicherheit und Orientierung geben.
    – Präventives Handeln: Vorbeugende Maßnahmen statt Krisenintervention.
  • Die pädagogische Haltung: Die Fachkraft als „sicherer Hafen“ – Verantwortung für die Beziehungsgestaltung übernehmen.
  • Fallberatung & Reflexion: Fachlicher Austausch zu konkreten Situationen aus Ihrer täglichen Arbeit.

Methoden

Das Seminar bietet einen strukturierten Wechsel aus fachlichen Impulsen, moderiertem Erfahrungsaustausch und praxisnahen Übungen. Der Fokus liegt dabei immer auf der Übertragbarkeit in Ihren spezifischen Arbeitsalltag.

Trainer*in

Alexander Ibe, Autismusambulanz Halle

Der Sozialarbeiter (B.A.) mit systemischem Arbeitsschwerpunkt ist seit 2020 in der Autismusambulanz Halle (Internationales Bildungs- und Sozialwerk GmbH) tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit begleitet und berät er Menschen im Autismus-Spektrum sowie deren soziales Umfeld mit dem Ziel einer gelingenden Teilhabe. In seiner Fortbildungstätigkeit fokussiert er sich auf die Vermittlung von Wissen zu Autismus als Verstehenshilfe, um daraus neue Handlungsoptionen für die tägliche Praxis abzuleiten.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen, Ausbildungsbegleiter*innen, Case Manager*innen, Intergrationsbegleiter*innen, Fallmanager*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Informationskompetenz und Künstliche Intelligenz in der Beruflichen Orientierung

Künstliche Intelligenz ist zu einem festen Bestandteil der Informationssuche und Entscheidungsfindung junger Menschen geworden. Auch im Kontext der beruflichen Orientierung greifen viele Jugendliche auf KI-Chatbots zurück, etwa um Berufe zu recherchieren, Bewerbungen zu formulieren oder sich über Ausbildungswege zu informieren. Damit gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Schüler*innen diese Technologien reflektiert, kritisch und zugleich produktiv nutzen können.

Seminarziele

Der zweistündige Online-Workshop widmet sich der Rolle von Sprachmodellen (LLMs) in der beruflichen Orientierung und zeigt, wie entsprechende Kompetenzen in der Arbeit mit jungen Menschen gefördert werden können. Zu Beginn erhalten Sie eine verständliche Einführung in Funktionsweise und Einsatzmöglichkeiten von KI-Chatbots. Darauf aufbauend wird diskutiert, wie verlässlich KI-Antworten in der Berufsorientierung sein können, wo typische Fehlannahmen entstehen und wie sich KI-Ergebnisse sinnvoll prüfen und einordnen lassen, etwa bei der Recherche zu Ausbildungswegen oder beim Einsatz von KI zur Erstellung von Bewerbungsschreiben.

Ein besonderer Fokus liegt auf der praktischen Nutzung der fit for news-Materialien. Sie lernen ausgewählte Materialien aus dem fit for news-Materialpool kennen, die sich speziell mit KI im Kontext der Berufsorientierung beschäftigen. In kurzen Praxisphasen haben sie die Möglichkeit, einzelne Lern-Nuggets selbst auszuprobieren. Dabei geht es unter anderem um sinnvolle Prompting-Strategien für Bewerbungen, um die Bewertung von KI generierten Texten sowie um die Reflexion möglicher Fehler, Verzerrungen oder Grenzen solcher Systeme.

Nach dem Workshop …

  • … haben Sie einen grundlegenden Überblick über Nutzungsmuster junger Menschen.
  • … haben Sie ein grundlegendes Verständnis dafür, wie Sprachmodelle funktionieren.
  • … kennen Sie typische Einsatzmöglichkeiten von KI in der beruflichen Orientierung.
  • … können Sie einschätzen, wann KI-Antworten hilfreich sind und wann besondere Vorsicht geboten ist, insbesondere bei Bewerbungsunterlagen.
  • … kennen Sie grundlegende Prompting Regeln, um KI sinnvoll für Bewerbungsprozesse einzusetzen und deren Grenzen zu erkennen.

Trainer*in

Stefan Möck und Stephan Gert, EIJK Leipzig

Die Trainer sind wissenschaftlicher Mitarbeiter am Europäischen Institut für Journalismus- und Kommunikationsforschung -EIJK- und der Medienstiftung der Sparkasse Leipzig. Sie haben die Lernprogramme in 2024 erstellt und auf zahlreichen Veranstaltungen zur beruflichen Orientierung präsentiert.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen, Ausbildungsbegleiter*innen, Case Manager*innen, Intergrationsbegleiter*innen, Fallmanager*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Systemische Haltung und Arbeitsweisen

Fachkräfte stehen täglich vor der Herausforderung, junge Menschen in oft schwierigen Lebenslagen zu begleiten und zu unterstützen. Um diesen Prozess wirksam, wertschätzend und ressourcenorientiert zu gestalten, bietet die systemische Haltung und Arbeitsweise einen wirkungsvollen Ansatz.

Seminarziele

Im Seminar werden praxisorientiert die Grundlagen und die Anwendung systemischer Denk- und Handlungsweisen vermittelt. Mithilfe der systemischen Perspektive erfahren Sie, neue Zugänge zu jungen Menschen zu entwickeln und sie in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken. Ein wesentlicher Bestandteil des Seminars ist die Reflexion der eigenen Haltung und Rolle, der Sie sich im Rahmen von Selbsterfahrungen widmen.

Seminarinhalte

  • Grundlagen der systemischen Beratung und Arbeitsweise: Menschenbild, Werte, Prinzipien
  • Entwicklung und Reflexion der eigenen Rolle als Fachkraft mit systemischer Haltung
  • Systemische Fragen und Gesprächsführung
  • Methodenüberblick
  • Praxisnahe Übungen, z.B. Systemische Hypothesen bilden – Mit einer systemischen Brille herausforderndes Verhalten neu verstehen statt bewerten

Methoden

Fachlicher Vortag, Selbsterfahrung, Rollenspiele, Praxisbeispiele

Trainer*in

Katarina Milašinović

Katarina Milašinović ist Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin (B.A.) und studiert aktuell im Master Bildung, Kultur und Anthropologie. Als Systemische Beraterin (DGSF) bringt sie einen ganzheitlichen Blick auf individuelle Lebenslagen sowie institutionelle Rahmenbedingungen mit. Sie verfügt über breit gefächerte Praxiserfahrung in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Familien sowohl in der offenen Kinder- und Jugendarbeit als auch im Zwangskontext einer Jobcenter-Maßnahme. Ihre Arbeit ist geprägt von einer ganzheitlichen, ressourcenorientierten Haltung und der engen Verknüpfung von wissenschaftlichen Perspektiven mit praxisnahen Impulsen und konkreten Handlungsmöglichkeiten.

Zielgruppe

Das Seminar richtet sich an Fachkräfte, die ihren systemischen Blick (weiter-) entwickeln und vertiefen möchten. Es ist für alle geeignet, unabhängig davon, ob bereits erste Berührungspunkte mit dem systemischen Ansatz bestehen oder nicht.

Balance finden: Stressbewältigung mit Körperarbeit

Resilienz ist von großer Bedeutung, um den Alltag zu meistern, insbesondere in stressigen Zeiten wie Lebenskrisen, Arbeitsplatzwechsel und anderen Veränderungen. Unsere Resilienz wird stark von unseren Lebensumständen beeinflusst.

Seminarziele

Im Seminar lernen Sie Strategien zur Stressbewältigung und zum Aufbau von Resilienz kennen. Sie erproben Methoden, um Ihren Alltag zu reflektieren und einen neuen Umgang mit Stress und belastenden Situationen zu entwickeln. Darüber hinaus erhalten Sie Anregungen, wie Sie Übungen zur Stressbewältigung mit jungen Menschen und Klient*innen durchführen können.

Seminarinhalte

  • Einblicke in Theorien zu Resilienz und Stress aus Wissenschaft und Yogaphilosophie
  • Resilienz stärken durch Atem und Körperübungen
  • Wie entsteht Stress und welche Signale sendet mein Körper?
  • Strategien zum Stressvermeiden und/oder -bewältigen
  • Reflektion und Austausch für mich und in der Gruppe, Übertragen auf die eigene Lebensrealität
  • Kennenlernen verschiedener Übungen zur Entspannung, Regulation des Nervensystems und Lockerung des Körpers

Methoden

Im Seminar werden verschiedene Ebenen des Seins einbezogen, weshalb Methoden zum Austausch, zur Reflektion und zur Körperarbeit neben theoretischen Input eingesetzt werden. Das Seminar beginnt mit einer gemeinsamen Yogastunde. Bitte denken Sie an bequeme Kleidung und eine Matte/Decke.

Trainer*in-Team

Lydia Möde und Katarina Milašinović

Lydia Möde ist Sozialarbeiterin (B.A.), Yogalehrerin und Systemische Beraterin (DGSF). Sie hat in verschiedenen Bereichen mit Menschen in hochstressigen Situationen gearbeitet und viel Erfahrung im Begleiten dieser gesammelt. Ihr ist ein ganzheitlicher Blick auf das Thema wichtig, insbesondere auch das Einbeziehen von gesellschaftlicher und familiärer Prägung und deren Auswirkungen auf Stressbewältigung und Resilienz.

Katarina Milašinović ist Erziehungswissenschaftlerin und Soziologin (B.A.) und studiert aktuell im Master Bildung, Kultur und Anthropologie. Als Systemische Beraterin (DGSF) bringt sie einen ganzheitlichen Blick auf individuelle Lebenslagen sowie institutionelle Rahmenbedingungen mit. Sie verfügt über breit gefächerte Praxiserfahrung in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Familien sowohl in der offenen Kinder- und Jugendarbeit als auch im Zwangskontext einer Jobcenter-Maßnahme. Sie legt besonderen Wert auf die enge Verknüpfung von wissenschaftlichen Perspektiven mit praxisnahen Impulsen und konkreten Handlungsmöglichkeiten.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen, Ausbildungsbegleiter*innen, Case Manager*innen, Integrationsbegleiter*innen, Fallmanager*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Trainer*innenkurs „Wohnführerschein“

Das Trainingsprojekt „Wohnführerschein“ wurde von JaKuS e.V. in Berlin in Kooperation mit den Wohnungsunternehmen Degewo, allod, Marzahner Tor sowie dem Quartiersmanagements Mehrower Allee seit 2012 entwickelt, um junge Menschen praxisnah vor ihrem ersten Mietverhältnis „für das Wohnen zu qualifizieren“.

Im Rahmen der Angebote des Careleaver-Zentrums Thüringen schaffen wir mit diesem Trainer*innenkurs Voraussetzungen dafür, den „Wohnführerschein“ auch in Thüringen zu etablieren und für Careleaver aber auch für andere junge Menschen in Thüringen nutzbar zu machen.

Careleaver-Zentrum Thüringen (CLZT)

Fortbildungsziele

Der hier angebotene Trainer*innenkurs soll in Thüringen pädagogische Fachkräfte qualifizieren, um selbstständig Wohnführerschein-Kurse für Careleaver/junge Menschen in Thüringen anzubieten zu können. In 4 Schulungstagen à 6 Stunden werden die Teilnehmenden darin unterstützt, inhaltliche und didaktisch-pädagogische Fragen zu klären, ein eigenes Konzept unter Berücksichtigung der Standards des Wohnführerscheins zu entwickeln und vor allem in vielen praktischen Übungen das Trainingsprojekt „haptisch“ kennenzulernen und auszuprobieren, wie einzelne Übungen funktionieren.

Fortbildungsinhalte

Seit 2013 bietet JaKuS e.V. regelmäßig Trainingskurse in Berlin Neukölln und Berlin Marzahn an. In 8 Terminen à 2,5 Stunden beschäftigen sich teilnehmende Jugendliche mit den Themen:

  • Mietrecht und Mietvertrag
  • Rechtsfragen (Rechte und Pflichten einer Mieterin/eines Mieters; Kündigungsarten)
  • Wohnungsfinanzierung; externe Wohnungskosten
  • verschiedene Einnahmen (KG; BAB; BaföG; Gehalt; Azubigehalt; ALG, Bürgergeld)
  • Nachbarschaftskonflikte, Konfliktbewältigung und Deeskalationsübungen
  • Energiekosten berechnen; Energie sparen
  • Putzen; Putzpläne und Putzrhythmen
  • Wohnungssuche, Wohnungsbewerbung (real bei Wohnungsbaugesellschaften)
  • Zwischen- und Abschlussprüfung

Der am Ende verliehene Wohnführerschein soll die Chancen von Jugendlichen verbessern, Mieter*innen der ersten eigenen Wohnung zu werden und zu bleiben.

In diesem Trainer*innenkurs

  • lernen Sie als angehende Wohnführerschein-Trainer*innen/ -anbieter das Curriculum sowie die gemeinsam entwickelten Standards für den Wohnführerschein (Stundenumfang, Pflichtmodule, Besuch bei einer Wohnungsbaugesellschaft, Prüfungen…) kennen,
  • erfahren Sie alles Notwendige zum Thema Mietrecht und Mietvertrag, Finanzierung einer Wohnung, Wohnungssuche und Wohnungsbewerbung,
  • probieren Sie aus/erfahren Sie, wie die Jugendlichen sich in den einzelnen Übungen fühlen und auf was sie besonders achten müssen,
  • können Sie bohren, eine Waschmaschine anschließen, Kabel anschließen und Sicherungen erklären,
  • reflektieren Sie, was es bedeutet mit „schwierigen, sich eher verweigernden“ Jugendlichen zu arbeiten und
  • sind Sie sensibilisiert für unterschiedliche Charaktere, Fähigkeiten und Ressourcen aber auch Vorbehalte, Ängste und Defizite von Jugendlichen.

Methoden

Fachlicher Input und Austausch, praktische Erarbeitungen der Modulinhalte, Simulationen, Techniken aus der Deeskalationsarbeit, soziometrische Übungen.

Trainer

Mathias Riester

Sozialpädagoge, Antigewalt- und Kompetenztrainer, Erfahrung im Jugendhilfebereich seit 1999, handwerkliche Ausbildung. Trainer und Mit-Initiator des Wohnführerscheins seit 2011; Trainer in der Jugendhilfe, der Jugendarbeit und in Sekundarschulen.

Roland Bohr

Dipl. Sozialpädagoge, Ausbildung zum Schauspieler, zum Deeskalations- und Kompetenztrainer, Psychodrama- und systemischen Therapeuten. Seit 16 Jahren Sozialpädagoge im Obdachlosenbereich und im betreuten Einzelwohnen mit Jugendlichen. Trainer und Mit-Initiator des Wohnführerscheins seit 2011.

Zielgruppe

Thüringer Fachkräfte der Jugendhilfe/Jugendsozialarbeit/ Sozialen Arbeit, die nach diesem Trainer*innenkurs selbst Wohnführerschein-Kurse für Careleaver*innen/jungen Menschen in Thüringen anbieten werden

Empfehlung: Kommen Sie als Zweier-Team.

Wir empfehlen, dass je zwei Kolleg*innen aus einer Institution am Trainer*innenkurs teilnehmen, damit eine nachhaltige Umsetzung von Wohnführerschein-Kursen besser gelingt. JaKus e.V. hat über viele Jahre die Erfahrung gemacht, dass gerade bei bildungsferneren und schuldistanzierten Teilnehmenden ein größtmöglicher nachhaltiger Lerneffekt zu erzielen ist, wenn auf Frontalunterricht, so es möglich ist, verzichtet wird. Dieser wird durch interaktivere Methoden und das „Zwei-Trainer*innen“-Modell ersetzt. Ein weiterer Vorteil, die Schulung zu zweit zu besuchen, ist die Möglichkeit, sich Feedback zu geben und gemeinsam das Angebot weiterzuentwickeln. Zudem lässt sich leichter eine kontinuierliche Angebotsstruktur schaffen und auch Erkrankung oder Kurzurlaub bringen diese nicht ins Wanken.

Jugendberufshilfe Thüringen e.V. akzeptiert zur Finanzierung der modularen Weiterbildung den Weiterbildungsscheck des Landes Thüringen bzw. die Qualifizierungsschecks anderer Bundesländer.

Flucht, Asyl, (Aus-)Bildung und Arbeit

Thüringen nimmt rund 2,7 % aller Asylsuchenden in Deutschland auf, darunter viele junge Menschen aus Afghanistan, Syrien, Irak, Nigeria und der Türkei. Eine große Zahl der Geflüchteten wird für eine unbestimmte Zeit und dauerhaft bleiben, weil in ihren Heimatländern anhaltend Krieg und politische Verfolgung drohen. Damit verbunden ist die Frage, wie eine Integration in die Gesellschaft und in Schule/Ausbildung gelingen kann.

Für Berater*innen im Migrationsbereich sowie Mitarbeiter*innen bei Bildungsträgern, Behörden, Kammern usw. ergibt sich somit die Aufgabe, Geflüchtete im Einstieg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Denn gerade Geflüchtete mit unsicherem Aufenthaltsstatus sind zusätzlich aufgrund ihrer Biografie, ihrer Lebens- und Wohnsituation häufig schweren Belastungen ausgesetzt.

Sie erhalten Antworten auf folgende Fragen

ZAHLEN, DATEN, FAKTEN

Wie werden Geflüchtete in Deutschland und in Thüringen verteilt? Wie funktioniert das Asylverfahren, welche Entscheidungsmöglichkeiten gibt es? Welche Aufenthaltstitel gibt es? Was ist die Wohnsitzauflage, und wie kann diese aufgehoben werden? Was für Aufenthaltstitel gibt es?

ARBEITSMARKTZUGANG UND FÖRDERINSTRUMENTE ASYLBLG, SBG II UND SGB III

Wer darf wann arbeiten? Wer darf selbstständig arbeiten? Welche Arbeitsverbote gibt es? Wer muss wann zustimmen? Welche Förderinstrumente können wann in Anspruch genommen werden?

BLEIBEPERSPEKTIVEN

Welche Wege gibt es aus der Duldung? Welche Voraussetzungen müssen dafür erfüllt werden? Was hat es mit den Regelerteilungsvoraussetzungen auf sich? Wie funktioniert der sog. Spurwechsel? Wann ist ein unbefristeter Aufenthalt möglich.

Seminarinhalte

  • Rahmenbedingungen und Fakten zur Situation von Geflüchteten in Deutschland und Thüringen
  • Status: Aufenthaltstitel, Duldungsvarianten
  • Arbeitsmarktzugang für Menschen mit Gestattung, Duldung und Aufenthaltserlaubnis
  • Fördermöglichkeiten AsylbLG/SBG III und SGB III
  • Aufenthaltsrechtliche Perspektiven, insbesondere Wege aus der Duldung, Spur- und Zweckwechsel, Niederlassungserlaubnisse und Staatsangehörigkeit

Methoden

Fachliche Inputs, Diskussion
Gern können Sie vorab Fallbeispiele aus Ihrem Berufsalltag an christiane.welker@ibs-thueringen.de schicken – diese werden dann im Seminar aufgegriffen.

Trainerin-Team

Christiane Welker, IBS Erfurt und Juliane Kemnitz, Flüchtlingsrat Thüringen e.V.

Christiane Welker ist Koordinatorin des Thüringer WIR-Netzwerkes „BLEIBdran+ | Berufliche Perspektiven für Geflüchtete in Thüringen“. Das Projekt ist ein Netzwerkverbund verschiedener Thüringer Träger mit dem Schwerpunkt „Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen“. Juliane Kemnitz ist Beraterin im WIR-Netzwerk beim Flüchtlingsrat Thüringen e.V.

Das Seminar findet in Kooperation mit dem Projekt „BLEIBdran+ Berufliche Perspektiven für Geflüchtete in Thüringen“ (Institut für Berufsbildung und Sozialmanagement – IBS – gemeinnützige GmbH) statt, finanziert mit Mitteln des ESF+ sowie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales im bundesweiten Programm WIR – Netzwerke integrieren Geflüchtete in den regionalen Arbeitsmarkt.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen, Ausbildungsbegleiter*innen, CaseManager*innen, Integrationsbegleiter*innen, Fallmanager*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Rechtliche Grundlagen der Hilfen für junge Volljährige nach SGB VIII sowie Schnittstellen zu anderen Leistungssystemen

Durch das Kinder-und-Jugendstärkungsgesetz (KJSG) von 2021 wurden die Rechte junger Volljähriger genauer festgeschrieben und gestärkt. Insbesondere für Careleaver*innen, aber auch für alle anderen jungen Menschen, stehen – auch über das 18. Lebensjahr hinaus – gesetzlich festgelegte Hilfe- und Unterstützungsmöglichkeiten aus dem SGB VIII sowie anderen Sozialleistungssystemen zur Verfügung. Es ist zwingend, dass junge Menschen zu diesen Möglichkeiten und individuellen Ansprüchen informiert und umfassend beraten werden.

Seminarziele

Im Seminar werden Sie die rechtlichen Grundlagen zur Unterstützung von jungen Volljährigen ab dem 18. Lebensjahr kennen lernen. Sie diskutieren anhand von Fallbeispielen und eigenen Erfahrungen Möglichkeiten und Grenzen verschiedener Förderungen und leiten Strategien für die Beratung und Unterstützung der von Ihnen begleiteten jungen Menschen ab.

Seminarinhalte

  • Jugendhilfe nach § 41 und 41a SGB VIII (Klarstellung des Rechtsanspruchs auf Hilfen für junge Volljährige, Coming back-Optionen für Careleaver, Verbindliche Übergangsplanung mit anderen Sozialleistungsträgern iVm § 36b SGB VIII, Recht auf Nachbetreuung für Careleaver u.a.)
  • Schnittstellen zum SGB XII und SGB IX
  • Eingliederungshilfe für junge Volljährige
  • weitere Schnittstellen zu anderen Sozialleistungen
  • Anspruch auf Beratung, Aufklärung und Unterstützung (§ 10a und Ombudsstellen)
  • Hilfeplanverfahren: Rechte, Anforderungen an Hilfeplanung
  • Verhältnis junger Mensch – JA – freier Träger
  • Wirtschaftliche Hilfen
  • Kostenheranziehung: Was tun, wenn ich mit meinem Bescheid nicht einverstanden bin?
  • Zusätzlich besteht die Möglichkeit, im Vorfeld des Workshops eigene Fragestellungen im Themenfeld zu formulieren!

Methoden

Vortrag, Arbeit an exemplarischen Fällen, Einzel- und Gruppenarbeit

Trainer*in

Benjamin Raabe, Rechtsanwalt aus Berlin

Im Laufe seiner mehr als zwanzigjährigen Anwaltstätigkeit hat sich Benjamin Raabe in den Rechtsgebieten Mietrecht, Wohnungseigentumsrecht, Verkehrsrecht, Strafrecht und Jugendhilferecht spezialisiert. Im Bereich Jugendrecht gibt er regelmäßig Fortbildungen, hält Vorträge und fertigt Rechtsgutachten an. Im Jahr 2002 hat er den Berliner Rechtshilfefonds für Jugendhilfe mit ins Leben gerufen.

Zielgruppe

Fachkräfte und Ehrenamtliche aus Institutionen und Einrichtungen der Jugendhilfe, Jugendsozialarbeit, aus Jugendberufsagenturen, von Bildungsträgern, andere Interessierte

„War doch nur Spaß!?“ – Für eine gelingende Intervention bei diskriminierenden Einstellungen

„War doch nur Spaß!?“ begegnet Pädagog*innen in ihrem Alltag immer wieder, wenn abwertende Äußerungen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit oder diskriminierende Haltungen geäußert oder gezeigt werden. Wie können Sie angemessen reagieren? Wie kann interveniert werden, ohne die Beziehung zum jungen Menschen zu gefährden? Und was erzeugt in solchen Situationen eigentlich meine Unsicherheit?

Seminarziele

Beispiele aus Ihrer Praxis werden professionell gerahmt durch die Vermittlung diverser Gesprächstechniken. Es geht um den Umgang mit vermeintlichen Argumenten, um die Kontrolle in Diskussionen zu bewahren und nicht zuletzt, um die eigene Sicherheit. Interventionsmöglichkeiten und deren genaue Umsetzung hängen stark von expliziten Settings und vorhandenen Ressourcen ab. Diese Abhängigkeit und sich daraus anbietender Interventionslogiken wird im Bildungsbaustein reflektiert, auf die eigene konkrete Praxis bezogen und mit Hilfe eines Barometers Radikalisierungsstufen visualisiert. Hierbei wird nicht allein die Person in den Blick genommen, die sich diskriminierend äußert, sondern auch das zuschauende Umfeld mit bedacht.

Methoden

Im Seminar werden systemisch-lösungsorientierte sowie biografisch-narrative Gesprächstechniken vermittelt und deren Vor- / Nachteile für eine Intervention erschlossen. Um Interventionen möglichst nachhaltig und nicht allein reaktiv zu gestalten, werden pädagogische Hebelpunkte entwickelt, die an individuellen Hinwendungsmotiven zu menschenverachtenden Einstellungen ansetzen.

Trainer*in-Team

Das Seminar findet in Kooperation mit Distanz – Distanzierungsarbeit, jugendkulturelle Bildung und Beratung e.V. aus Weimar statt.

Lotta studierte Psychologie im Bachelor, den sie mit einer pädagogischen Arbeit abschloss. Anschließend arbeitete sie als psychosoziale Beraterin im Jugendclub und schloss ein Bachelorstudium im Bereich der Kultur- und Medienpädagogik an. Seit 2020 arbeitet sie freiberuflich bei Distanz e.V. in Schulprojekttagen zu Themen der politischen Bildung und Jugendkultur sowie als Distanzierungstrainerin in Einzelsettings und Fortbildungen. Außerdem bringt sie Erfahrungen aus ihrer Arbeit als Selbstbehauptungs- und Empowerment-Trainerin mit ein und arbeitet gendersensibel und genderirritierend.

Angela ist seit 2015 in der politischen Bildungsarbeit tätig. Während ihres Psychologiestudiums (M.Sc. Psychologie, Schwerpunkt: Arbeits-, Bildungs- und Gesellschaftspsychologie) arbeitete sie vor allem mit Schulklassen ab der 5. Klasse zu demokratischen Werten, respektvollem Miteinander und Antidiskriminierung. Im Rahmen ihrer Tätigkeit als Bildungsreferentin und psychosoziale Beraterin in einem Frauenzentrum von 2020-2022 bildete sie sich zudem im Bereich der Traumapädagogik und Traumazentrierten Beratung weiter. Seit 2023 ist Angela für verschiedene Träger der politischen Bildung tätig und arbeitet auch mit Multiplikator*innen zu den Themenfeldern Demokratiebildung, (Anti-)Diskriminierung, Argumentation und solidarisches Handeln. Seit 2025 ist sie pädagogische Mitarbeiterin bei Distanz e.V.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen, Ausbildungsbegleiter*innen, Case Manager*innen, Intergrationsbegleiter*innen, Fallmanager*innen und weitere interessierte Pädagog*innen

Für die Teilnahme am Seminar werden keine Beiträge erhoben.

Argumentationstraining gegen diskriminierende Äußerungen

„Das sind doch eh alles nur Wirtschaftsflüchtlinge, die sich hier ein schönes Leben machen wollen.“

Wie gehe ich mit tatsachenwidrigen Behauptungen und diskriminierenden Parolen um, wenn mein Gegenüber Argumente vielleicht gar nicht hören will? Wie entlarve ich Widersprüchlichkeiten, unlauteres Argumentieren und Befindlichkeiten, die möglicherweise hinter diesen Parolen stehen? Warum ist eine Entgegnung – auch der sympathischen Person gegenüber – so wichtig und welchen „Kniff“ gibt es, damit mir die beste Erwiderung nicht erst abends beim Schlafen gehen einfällt?

Seminarziele

In einem Argumentationstraining bieten wir Pädagog*innen eine Auseinandersetzung mit dieser Problematik an. Im Workshop erarbeiten wir anhand von Beispielsituationen aus Ihrem konkreten Arbeitsalltag, was möglicherweise hinter diskriminierenden Äußerungen stehen kann und wie sinnvolle Entgegnungen aussehen können. Wir diskutieren, wann eindeutiger Widerspruch unumgänglich ist, wo eine inhaltliche Debatte Sinn machen kann und wann Grenzen des Argumentierens erreicht sind. Mit Informationen, Rollenspielen und Auswertungen zu Argumentationsstrategien werden Sie für die Auseinandersetzung mit diskriminierenden Äußerungen gestärkt.

Sie:

  • erkennen diskriminierende Äußerungen (auch als Teil ihres Arbeitssettings und Alltags)
  • reflektieren über Bedeutung und Notwendigkeit von Entgegnungen und finden ein bzw. bestärken Ihr Standing
  • lernen diskriminierende Situationen zu analysieren und erkennen relevante Aspekte für die Strategieauswahl
  • lernen Argumentationstechniken kennen und können Reaktionsstrategien diskutieren
  • entwickeln, erproben und bewerten eigene Argumentations- und Reaktionsstrategien

Seminarinhalte

  • Kennzeichen von diskriminierenden Äußerungen
  • Schwierigkeiten im Umgang mit diesen
  • Argumentationsstrategien und Reaktionsmöglichkeiten
  • Ausprobieren am Beispiel von Situationen aus dem eigenen Berufsalltag

Methoden

Gruppenarbeit in verschiedenen Formaten, Kurz-Input, angeleitetes Rollenspiel, moderierte Diskussion zur Reflexion und Ergebnissicherung, Feedbackmethoden

Trainer*in

Henrieke Rüße, DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.

Zielgruppe

Sozialpädagog*innen, Ausbilder*innen, Lehrkräfte, Bildungsbegleiter*innen, Berufseinstiegsbegleiter*innen, Schulsozialpädagog*innen, Ausbildungsbegleiter*innen, Case Manager*innen, Intergrationsbegleiter*innen, Fallmanager*innen und weitere interessierte Pädagog*innen ausschließlich aus Thüringen

Für die Teilnahme am Seminar werden keine Beiträge erhoben. Das Seminar wird aus dem Thüringer “Landesprogramm für Demokratie, Toleranz und Weltoffenheit“ finanziert https://denkbunt-thueringen.de/fortbildung/angebot/mitarbeitende-der-jugendhilfe/ und findet in Kooperation mit dem DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. statt.