Jugendberufshilfe Thüringen e.V.
Gleiche Chancen fördern

Tiere als Kontaktbrücke - Möglichkeiten tiergestützter Interventionen bei jungen Menschen

Die positive und gesundheitsfördernde Wirkung von Tieren ist unumstritten. Tiere bauen Kontaktbrücken dort, wo zwischenmenschliche Beziehungen oft problematisch geworden sind. Auch in Krisensituationen mit hohen Erregungszuständen können Tiere beruhigend, ausgleichend und stabilisierend wirken. Tiere schenken Zuneigung und Wärme, ohne Bedingungen zu stellen. Sie sind wertneutral und nehmen (junge) Menschen „so an, wie sie sind“, sie urteilen und kritisieren nicht.

Junge Menschen werden oft allein durch die Anwesenheit eines Tieres aus der Isolation befreit. Die Tiere sind dabei „Eisbrecher“ oder „Türöffner“. Sozio-emotionale Kompetenzen wie Empathie, Bindung und Selbstwertstärkung können durch Tierkontakte maßgeblich beeinflusst werden. Obwohl traumatisierte, sozial benachteiligte und seelisch kranke Menschen oft enttäuscht wurden, bauen sie leicht Beziehungen zu Tieren auf und lernen mit Hilfe der Tiere, besser mit anderen Menschen zu kommunizieren.

Seminarziele

Im Seminar erhalten Sie erste Einblicke in die tiergestützte Intervention für verschiedene pädagogische Berufsfelder. Sie diskutieren Möglichkeiten des Einsatzes von Tieren und ihre Wirkung im Praxisfeld Jugendhilfe und Schulsozialarbeit. Sie erleben anhand von Fallbeispielen sowie Projektvorstellungen, wie Tiere den Lehr- und Lernprozess von jungen Menschen maßgeblich beeinflussen können. Sie erfahren und erarbeiten, wie Tiere junge Menschen positiv begleiten, Gruppenprozesse steuern und in Krisensituationen deeskalierend wirken können.

Inhalte

  • Grundlagen tiergestützter Interventionen
  • Begriffsklärung
  • Tiergestützte Pädagogik/Förderung sowie tiergestützte Therapie
  • Einüben tiergestützter Kurzsettings
  • Förderung verbaler und nonverbaler Kommunikation
  • Verantwortungsbewusstsein stärken
  • Helfen und unterstützen beim Aufbau von sozialen Kontakten
  • Wohlbefinden und Selbstvertrauen steigern
  • Soziale Kompetenzen fördern
  • Lernförderung durch Tiere

Methoden

Vorstellung Husky-Projekt Thüringen, Fallbesprechung, Filmvorstellung tiergestützte Interventionen, Gruppenarbeiten, theoretische und praktische Grundlagenvermittlung, Rollenspiele, Visualisierung, Projektvorstellung, Gruppendynamik, Videoanalyse, Diskussion, Reflexion

Hunde sind ausdrücklich erwünscht! Bitte teilen Sie bei Ihrer Anmeldung mit, ob Sie einen Hund mitbringen, welche Rasse und ob er/sie verträglich mit Artgenossen ist. Bitte ziehen Sie wetter- und zweckentsprechende Kleidung an, da Sie mit Tieren und im Außenbereich arbeiten.

Trainer(in)

Sabine Eck, Rudolstadt

Die Erziehungswissenschaftlerin, Soziologin (M. A.) ist Fachkraft für tiergestützte Pädagogik, Therapie und Beratung. Seit neun Jahren arbeitet sie in einer stationären Jugendhilfeeinrichtung als Projektleiterin des „Husky-Projektes Thüringen“. Tiere begleiten sie in ihrer täglichen Arbeit mit jungen Menschen. Die Tiere stärken und fördern die Ressourcen ihrer Klient(inn)en. Ihre Hunde sind Seelentröster und schärfste Kritiker zugleich. Zudem ist die Trainerin als pädagogische Organisationsberaterin, Tierschutzlehrerin und Dozentin in der Aus- und Weiterbildung tätig und leitet den Verein „TSV Die Seelentröster – Tiere helfen Menschen e.V.“ sowie den kleinen Gnaden- und Begegnungshof „Hof Lana – Ort der seelenheilenden Begegnung zwischen Mensch und Tier“.


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Informationen

Termin

22. + 23. Sep. 2017
09:00–16:00 Uhr

Ort

Animal Camp
An der Bankschänke 20
07389 Grobengereuth
bei Oppurg/Pößneck

Zielgruppe

Pädagog(inn)en
Interessent(inn)en

Freie Plätze: 6

Seminargebühr: 190 Euro
Die Seminargebühr schließt Seminarunterlagen sowie Kaffee/Tee und Wasser ein.
Anmeldung bis: 20.09.2017
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Ansprechpartnerin
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Sandra Laßmann

Fon: 0361 422901-19