Jugendberufshilfe Thüringen e.V.
Gleiche Chancen fördern

Islamophobie: Die gesellschaftliche Mitte im Umbruch?

Unter den rund 2,1 Millionen Bürger(inne)n in Thüringern leben 7.000 Menschen muslimischen Glaubens. Neben den größeren Gemeinden in Jena, Nordhausen und Erfurt gibt es kleinere in Eisenach, Weimar, Gera und Mühlhausen. Auch vor dem aktuellen Zuzug von Flüchtlingen gab es in Thüringen bereits Muslime aus über 40 Nationen. Zuweilen sind in Thüringen jedoch Tendenzen von Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit festzustellen. Derartigen Vorurteilen und Ängsten kann durch eine Auseinandersetzung über ihre Entstehung und Manifestierung vorgebeugt werden.

Die Beratungsstelle Thüringen zum Themenfeld Islam (Träger: Violence Prevention Network) bietet Ihnen jeweils eintägige Seminare zu den Themen (1) Islamophobie, (2) Islam und (3) Radikalisierung an.

Das Phänomen der Islamophobie ist ein Element der Gruppenbezogenen Menschenfeind-lichkeit (GMF). Der gemeinsame Kern ist eine Ideologie der Ungleichwertigkeit. In Thüringen beträgt die Zustimmungsrate islamfeindlicher Einstellungen 47 % (vgl. Thür. Monitor 2014).

Seminarziele

Im Seminar wird Ihnen Wissen zur Entstehung und Manifestierung von Islamophobie vorgestellt, um Vorurteile und Ängste zu erkennen. Zusätzlich geht es um das Erkennen islamophober Argumentationsweisen, mit dem Ziel, sich Strategien zur Auflösung und/oder Entschlüsselung dieser anzueignen.

Seminarinhalte

  • GMF und seine Elemente, insbes. Islam- bzw. Muslim(inn)en-Feindlichkeit
  • THÜGIDA - Die gesellschaftliche Mitte im Umbruch? Ursachen von Abwertungstendenzen und gesellschaftliche Folgen
  • Umgang mit Informationen und Medien: „Von PI zu Pierre Vogel“: Informationsquellen und -inhalte verstehen, einordnen und bewerten
  • Gesprächstechniken: Klassische Argumentationsmuster und Gegennarrative, Verunsicherungspädagogik
  • Genderreflektierte Ansätze als Querschnittsthema

Methoden

Kurzvorträge und Präsentationen als interaktive Wissensvermittlung, Übungen in Einzel- und Kleingruppenarbeit, moderierte Diskussionen mit der Gesamtgruppe, Fallanalysen und Simulationsverfahren (Rollenspiele)

Trainer(in)

Kathrin Schuchardt

Die Trainerin ist studierte Diplomlehrerin für Deutsch und Geschichte und praktizierende Sozialpädagogin. Ihr Erfahrungsbereich erschließt sich über stationäre Jugendhilfe, offene Jugendarbeit/Streetwork, Demokratiebildung, Konfliktmanagement/Mediation sowie Antigewalt- und Kompetenztrainings (AKT®). Die Teilnehmer(innen) mit ihren vielfältigen Erfahrungshorizonten sind die „Expert(inn)en“ und stehen im Mittelpunkt des Seminars.


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Informationen

Termin

24. Jan. 2018
09:00–16:00 Uhr

Ort

Jugendberufshilfe Thür.
Eingang F, 3. Etage
Linderbacher Weg 30
99099 Erfurt

Zielgruppe

nur für Thüringer(innen)

Freie Plätze: 14

Seminargebühr: Kostenlos
Anmeldung bis: 08.01.2018
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Ansprechpartnerin
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Sandra Laßmann

Fon: 0361 422901-19